Damit das Dorf und sein Naturraum auch in Zukunft Platz zur Entfaltung hat wurden 10 ha neuer Grund erworben. Hier ist nicht nur Raum für die lebende Baustelle, sondern ermöglicht eine neue Eingangssituation. Derzeit betritt der Besucher das Dorf in der Nord-West-Ecke. Der neue Eingang liegt im Südosten und wird mit einer neuen Zufahrtsstraße versorgt.

Diese Allee wird künftig zum neuen Besucherzentrum führen dass allen Bedürfnissen heutigen Museumsbetriebes gerecht werden wird. Nicht nur Kassen und Shop finden sich dort, sondern Sanitäranlagen, ein Seminarraum, ein Cafe und die Verwaltungsbüros werden hier untergebracht werden.
Das Besucherzentrum vereint dabei zeitgenössische Formen mit traditioneller Baukultur. Wie ein großer Bilderrahmen wird es den Ankommenden einen Durchblick aufs Dorf ermöglichen.

Das neue Eingangsgebäude wurde vom Horner Architektenbüro AH3 entworfen. Im Zuge eines Architektenwettbewerbs wurde ihr Projekt als Sieger ermittelt. Der neue Baukörper wird als hochwärmegedämmtes Passivhaus errichtet und interpretiert in seiner Materialität die traditionellen Ausstellungsgebäude: Während die Außenfassade aus alten, gehackten Dachbodenhölzern besteht, kommt im Gebäudeinneren heller Putz zum Einsatz. Gepresstes Stroh dient als Dämmmaterial, das leicht geneigte Dach wird begrünt. Hochwertig gedämmte Bauteile ermöglichen in Kombination mit entsprechend eingeplanten Speichermassen auch im Sommer ein angenehmes Raumklima ohne das Gebäude dafür aufwendig kühlen zu müssen.

Der Baukörper weist in seinem Zentrum eine große Öffnung auf, durch die wie bei einem Rahmen der Blick bereits bei Ankunft der Besucher auf die Dachlandschaft des Museumsdorfes geleitet wird. Somit entsteht eine harmonische Wechselwirkung zwischen dem zeitgemäßen Eingangsgebäude, welches das Museumsdorf durch entsprechende Fernwirkung selbstbewusst nach Außen hin präsentiert, und den „gerahmten“, historischen Ausstellungsobjekten.

Entwürfe des neuen Eingangsgebäude 

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