Die Karwoche und das Osterfest waren und sind ein Höhepunkt im Jahreslauf. Der Karfreitag nahm dabei einen besondern Stellenwert ein und war mit vielen Bräuchen verbunden. Selbstverständlich wurde ein strenger Fasttag gehalten, aber auch Arbeiten wurden aufs Notwendigste beschränkt. Typisch fürs Weinviertel war das Verbot Erdarbeiten durchzuführen, so wurde am Karfreitag und Karsamstag weder gepflügt noch umgegraben damit die Grabesruhe Christi nicht gestört werde.

Die Passion Christi inspirierte die Volkskunst sehr. In den Sammlungen des Museumsdorfs finden sich daher viele Kunstwerke die das Leiden und Sterben Jesu darstellen. Ein besonders beeindruckendes Stück sind die „Arma Christi“ , auf einem Vortragekreuz wurden die Marterwerkzeue dargestellt, hier besonders drastisch durch die abgetrennten Gliedmaßen.

Ein ausserordentliches Stück ist diese Darstellung des Schweisstuchs der Heiligen Veronika. Vorbild dafür ist das „Volto Santo“, eine besonders heilige Reliquie die im Petersdom in Rom aufbewahrt wird und angeblich das orignale Schweisstuch mit dem Antlitz Jesu zeigt.

Advertisements