Stammschäden durch Wasser

und Frost an einem Zwiesel

Frost, Regen und Sturm verursachten an der hohen Akazie neben der Marienkapelle einen Zwieselbruch. Unter Zwiesel versteht man in der „Baumsprache“ einen Konkurrenztrieb zum Hauptstamm, der steil und stark aus ihm herauswächst. Entfernt man ihn nicht in jungen Jahren, bilden sich zwei, manchmal auch mehrere gleich starke Stämme. In der Vergabelung kann sich Wasser sammeln, Fäulnisbakterien entstehen und arbeiten am Holz. Eine Sollbruchstelle entsteht.
In diesem speziellen Fall bildete sich der Zwiesel hoch oben in der Krone. Ein leichter Einriss, von unten nicht sichtbar, entstand. Durch das beginnende Frühjahr ging der Baum in Saft, gleichzeitig sammelte sich wegen dem Regen und Schnee der letzten Tage Wasser im Riss und zusätzlich zerrte der Wind an der hohen Krone. Der Baum spaltete sich. Hier war Gefahr im Verzug. Das Ökokreisteam arbeitete zeitig in der Früh, die Akazie wurde gekonnt umgelegt und aufgearbeitet. Um halb zehn, als das Museum seine Pforten öffnete, war vom verletzten Stamm nichts mehr zu sehen.

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