Goldlack im Bürgermeistergarten

Kaum eine Blume duftet so stark wie der heute sehr selten erhältliche Goldlack, Erysimum cheiri. Das war wohl auch der Anlass für die Urväter der Botanik wie A. Magnus oder L. Fuchs ihn gelbes Veilchen, viola lutea oder v. crocea zu nennen. Unklar war auch immer die Unterscheidung von der ebenfalls unwiderstehlich duftenden, aber viel später und nie gelb blühenden Levkoje. Die Beiden wurden oft mit demselben Namen versehen und in Frankreich nennt man sie heute noch Frühlings- und Sommergoldlack.
Das ist für mich die Erklärung für den Vers in einem Herbstgedicht von Kästner … Goldlack und Astern flaggt der Garten… Denn bevor ich mich mit der Geschichte der Gartenpflanzen beschäftigte, war es für mich unvorstellbar, dass eine typische Frühlingsblume gleichzeitig mit Astern blühen soll.

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