Es gibt verschiedenste Möglichkeiten, sich dem Museumsdorf anzunähern. Marianne Messerer hat es über ihr Studium geschafft.

Als Lehrerin in Pension raffte sie sich auf, ihren Lebenstraum zu verwirklichen: sie begann ein Geschichte-Studium. Recherchen dafür brachten Marianne Messerer ins Museumsdorf.

Als sie nach einem Thema für ihre Diplomarbeit suchte, bot sich eine ganz besondere Häusergruppe an: die Kleinhäusler. Denn die weckten bei ihr Erinnerungen. Marianne Messerer war in diesem Mileu aufgewachsen.

Also setzte sie sich intensiv mit dem Haus aus Unterstinkenbrunn, dem Ausgedingehaus, dem Kellerstöckl oder einem kleinen Handwerkerhaus auseinander. Sie forschte im Landesarchiv nach Entstehungsunterlagen und kam sogar auf eine Gründungsurkunde aus dem Jahr 1703. Daneben beschäftigte sie sich mit der sozialen Einbindung der Häuser ins Urspungsdorf, besichtigte die Originalstandorte und interviewte Nachbarn.

Unter dem Titel „Die Unterschichten der ländlichen Bevölkerung mit Beispielen aus dem Weinviertler Museumsdorf Niedersulz“ verarbeitete Marianne Messerer ihre Recherchen zu ihrer Diplomarbeit und schloss vor kurzem ihr Studium ab. Nachzulesen ist diese Arbeit auf der Homepage der Uni Wien: http://othes.univie.ac.at/612/

Dieses spannende neue Wissen teilt sie nun gerne und gestaltet daraus eine Themenführung: bei den „Lebenswelten der Kleinhäusler“ erzählt sie die Häusergeschichten und noch viele andere Anekdoten über das Leben der Tagelöhner und kleinen Handwerker.

Sonntag, 31. August und 21. September

Jeweils 16 bis 17.30 Uhr

Advertisements