Im Museumsdorf treffen sich die unterschiedlichsten Besucher. Vor kurzem besuchten zwei besonders illustre Gäste die zu Ziegel und Mörtel gewordene Weinviertel-Geschichte: Dipl.-Theol. Ingo Glückler und Dr. Marlene Kurz (auf dem Foto sind sie mit Niedersulz-Leiter Günter Fuhrmann zu sehen).

Sie haben auf dem Gebiet der Geschichtsvermittlung einen ganz außergewöhnlichen Weg gefunden: Ingo Glückler gehört zu einem Team von Historikern, die es Besuchern eines historischen Ausflugszieles ermöglichen, ganz in die vorgestellte Zeit zu schlüpfen. So bieten sie in Klöstern um die Mithilfe bei der Aufklärung eines Verbrechens, ganz im Stil des Eco Bestsellers „Im Namen der Rose“. Dabei lernen die Besucher auf spielerische Art das Kloster kennen.

In Englischen Schlössern wird ein bestimmter historischer Tag nachgestellt. Und zwar im gesamten Schloss. In allen Räumen wurrlt es von Schauspielern, die Kammerdiener, Köche oder Gärtner darstellen; aber auch den Schlossherrn oder den König selbst.Der Besucher geht durch die Räume, beobachtet und vermeint in der Vergangenheit zu sein.

Dabei wird aber mit der Geschichte nicht leichtfertig umgegangen. Alles was gezeigt wird, ist historisch korrekt. Das schafft Authentizität. Und Spannung. Und ist zudem äußerst lehrreich. Nie wieder ist da Geschichte langweilig. Ein gangbarer Weg für das Museumsdorf?

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