Hochrangigen Besuch gab es heute im Museumsdorf. Hitparadenstürmer. Doch statt johlender Fans umlagerte sie fromme Fröhlichkeit.

Die Zisterzienser aus dem Kloster Heiligenkreuz waren zu einem Ausflug ins Museumsdorf gekommen. Sie waren in den letzten Monaten durch ihre wunderbaren Aufnahmen der Gregorianischen Choräle berühmt geworden.

Und was machen sie in Niedersulz?

Das Stift Heiligenkreuz und Niedersulz haben eine ganz besondere Verbindung. Seit 1191 gehörte  die Pfarre Niedersulz zum Stift. Herzog Leopold V hatte die Pfarre dem Kloster gestiftet. Seit der Zeit wurde Niedersulz von Heiligenkreuz aus betreut. Bis 1957. Da übernahm die Erzdiözese Wien die Pfarre Niedersulz.

Damit war eine alte Tradition abgerissen.

Bis vor ein paar Wochen.

Zufällig, bei den Planungsgesprächen zu einem Auflug der Patres ins Museumsdorf kam diese alte Geschichte wieder ins Gepräch und Prof. Josef Geissler und Mag. Günter Fuhrmann entwickelten die Idee, ein Kreuz als Andenken an diese alte Tradition aufzustellen. Ein ganz besonderes Kreuz sogar. Denn der Gekreuzigte hält seine Hände in der selben Position wie es auf dem Wappen der Heiligenkreuzer zu sehen ist.

Bei ihrem Ausflug ins Museumsdorf genossen die Patres also nicht nur eine Führung durchs Dorf sondern hielten auch ihr Chorgebet in der Georgskapelle. Dort sangen sie eine ihrer berühmten Gregorianischen Choräle. Anschließend segnete Abt Gregor Henckel Donnersmarck das Gedenkkreuz. Zum Wiederaufleben der alten Verbindung lud er die Niedersulzer ein, regelmäßig zur Kreuzerhöhungswallfahrt am 14. September zu kommen.

Wenn sie jetzt Lust auf diese besondere Musik bekommen haben. Seit heute haben wir diese berühmte CD

„Chant – Music For Paradise

The Cistercian Monks of Stift Heiligenkreuz“

auch im Museumshop. Sie wurde übrigens in Europa 500.000 mal verkauft und führte unter anderem sogar die Englische Hitparade an.

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