Am Sonntag, 5. Oktober um 14.30 Uhr  wird das neueste Museumsgebäude eröffnet. Ein ganz besonderes Häuschen: das Kleinhäuslerhaus aus Wilfersdorf.

Dort wird eine außergewöhliche Ausstellung ihren ständigen Platz finden. Sie wird die Geschichte der Hutterer und Täufer präsentieren. Mitglieder dieser Religionsgemeinschaft fanden zur Zeit der Reformation eine Zuflucht im Weinviertel und bauten hier große Brüderhöfe auf, die einen guten Ruf als ausgezeichnete Handwerker hatten. Die Habaner-Keramik ist bis heute ein Begriff.  Später wanderten viele Hutterer und Täufer nach Übersee aus, und fanden vor allem in Kanada eine ständige Bleibe. Dort pflegen sie bis heute ihre alte Kultur und deutsche Sprache.

In der Ausstellung im Wilfersdorfer Haus wird gerade an der Fertigstellung der Ausstellung gearbeitet. Manfred Schwarz arbeitet an den Schauvitrinen.

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Im Haus selbst wird eine Schautafel über die Geschichte der Hutterer und Täufer informieren. Bei einem interaktiven Quiz können Besucher ihr Wissen testen. Ein Film führt anschaulich in die Lebenswelt ein.

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Einige prägnante Schauobjekte bringen die Tragik der Hutterer intensiv dem Besucher nahe: wie das Gitter vor dem Kellerverlies. Das und ein Kerker-Block erzählen von der Gefangennahme vieler Hutterer.

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Vor dem Haus steht eine Fuß-Fessel. Sie spielt auf das grausame Schicksal vieler Hutterer-Frauen an.

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Damit sich die Gesellschaft nicht um die verwaisten Kinder der verurteilten Hutterer kümmern musste,  wurden die Frauen nicht wie ihre Männer getötet, sondern ans Haus gefesselt, um Haus und Kinder versorgen zu können.

So tragisch diese Geschichte auch ist…….

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Weil eine Haus- und Ausstellungeröffnung natürlich ordentlich gefeiert wird, stellen die Helfer des Museumsdorfes und des Südmährer Hofes gemeinsam ein schönes großes Zelt auf.

Das erfordert viel Kraft und Schweiß, nur für das Foto machen sie kurz einmal Pause.

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