Das hätten wir nicht erwartet: Rund 2.000 Besucher kamen zu unserem ersten Kripperl-Schaun. Wahrscheinlich weil uns so viele Medien so stark unterstützt haben. Danke Schön! Darum kamen Gäste aus Wien, ganz Niederösterreich, sogar aus Oberösterreich waren einige angereist.

Doch vorher war allerhand an Vorbereitungen zu treffen. Und dabei haben viele  Freunde des Museumsdorfes mitgeholfen.

Josef hat Laternen auf den Wegen und vor den Kapellen, in denen Krippen gezeigt werden, aufgestellt.

Peter heizt im Wultendorfer Hof  ein.

Am Glühweinstand wird der erste Glühwein von Rosi, Marianne und Walter vorgekostet.

Johann und Maria Theresia heizen im  Hörersdorfer Hof kräftig ein, denn hier ist eine kleine Weihnachtsstube eingerichtet.

Claudia und Josef besprechen das Räuchern in den Stallungen.

In der Küche sind Marianne, Elisabeth, Ernie und Ilse fleißig, um die  Häferl für den Glühwein zu waschen.

Auch die freiwillige Feuerwehr von Niedersulz ist schon bereit, um die vielen Autos der Besucher in Zaum zu halten.

Josef und Irene verkosten noch schnell den Selbstgebrannten von Herrn Kammerer, der im Südmährer Hof, gleich neben der Tuchmacher-Krippe ausstellt.

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Aber nun ist alles bereit,

jetzt kann es los gehen.

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Und das geht schneller, als wir dachten. Denn noch vor Ausstellungsbeginn trudeln die ersten Gäste ein. Offensichtlich konnten sie es kaum erwarten.

Unser Geschäftsführer Günter Fuhrmann begrüßt die Gäste im gut gefüllten Wultendorfer Hof.

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Um zur Kripperl-Schau in den Wohnräumen zu kommen stellen sich die Besucher zeitweise sogar entlang der Trettn minutenlang an.

Aber dafür erwartet sie etwas ganz besonderes.

Und Groß und Klein sind fasziniert von den vielen unterschiedlichen Krippen, Jesusfiguren und  Heiligen Familien.

Hier zum Beispiel eine Kirchenkrippe, wie auch wir in der Kapelle von Lanzendorf aufgestellt haben:

Und in der Weinviertel-Stube im Hörersdorfer Hof wird gezeigt, wie Weihnachten früher ausgesehen hat.

Familie Kiessling hat nach alten Überlieferungen Christbäume geschmückt.

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Sehr berührend ist der „Arme Leute Christbaum“ – Ein Zweig in eine Rübe gesteckt, verziert mit nichts anderem als roten Äpfeln und Nüssen.

Daneben ein Weinviertler Christbaum, aus einer kleinen Fichte, mit selbst gebastelten Papier-Girlanden, Windbäckerei, Äpfeln, Nüssen und Wachskerzen. Darunter herziges altes Kinderspielzeug aus der Sammlung von Maria Theresia Kiessling.

Doch damit ist das Kripperlschaun noch lange nicht beendet.

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Für die jugend Gäste gibt es ein unterhaltsames Kinderprogramm: Anmalen und basteln von Glücksschweinchen. Immerhin Neujahr nicht mehr weit.

Hier eine ganz besonders eifrige Bastlerin:

Die anderen Gäste stärken sich im Wultendorfer Hof mit Glühwein.

Beim Ausschenken helfen uns sogar ganz besondere Gäste: Landwirtschaftskammerpräsident Ing. Hermann Schultes, der 2. Landtagspräsident Herbert Nowohradsky…

… und die beiden Geschäftsführer der Kulturregion Niederösterreich, Dorli Draxler und Dr. Edgar Niemeczek, der auch Geschäftsführer des Museumsdorfes ist.

Fürs gute Einschenken dürfen sie dann auch ein Schlückchen Glühwein selbst verkosten:

Doch Krippen und Glühwein sind nicht alles, was das Museumsdorf an diesem Tag zu bieten hat, schließlich wollen wir auch ein Stück lebendige Volkskultur zeigen.

Im Wultendorfer Hof bringt darum das „Zistersdorfer Terzett“ alte Weihnachtslieder, Hirtenlieder und Krippenlieder. Bei den bekannteren Stücken darf das Publikum auch mitsingen.

Ein anderes Trio hat sich im warmen Museumswirtshaus einquartiert, in dem Museumswirtin Astrid Weindl warme Köstlichkeiten serviert.

NÖ Kulturvernetzer Josef Schick, Dr. Richard Edl, der Obmann der Freunde des  Museumsdorfes und Weinviertel-Schriftsteller Thomas Hofmann lesen Weinviertlerlisches und Weihnachtliches.

Wer es noch sinnlicher mag, ist im alten Wirtshaus aus Poysdorf gut aufgehoben. Dort gibt es verschiedene, duftende Weihrauch-Spezialtitäten und guten Honig.

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Als es im Museumsdorf schließlich langsam dunkel wird, werden die vielen Kerzen entlang der Wege, zwischen den Häusern und in den Fenster angezündet. Das verzaubert das Dorf noch einmal ganz besonders weihnachtlich.

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Es wird schließlich ganz schnell kalt und die Besucher verabschieden sich.

Doch es war ein schönes Fest gewesen, das wir im nächsten  Jahr gerne wiederholen möchten.

Bis dorthin – nein das dauert zu lange – bis zum neuen Saisonstart des Museumsdorfes Niedersulz am 11. April verabschiedet sich das Team des Museumsdorfes: Petra, Irene und Christl, und wünscht einen

Guten Rutsch ins Neue Jahr!

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