„Jetzt hat das Museumsdorf bald mehr Glocken als ein Glockenmuseum“, schmunzelt Josef Geissler, als die Ernsdorfer mit der Glocke im Dorf auftauchen.  Es gibt seit kurzem nämlich wieder eine neue Glocke fürs Museumsdorf.

Die Ernsdorfer haben wie die Neudorfer im 1. Weltkrieg ihre gute Bronzeglocke abgeben müssen und statt dessen nur eine Eisenglocke zurückerhalten.  Die ist jetzt fast am Ende ihrer Lebenszeit und die Ernsdorfer haben sich wieder eine schöne Bronzeglocke gießen lassen.

Wohin mit der alten?

Nach dem Vorbild der Neudorfer (Siehe: glocken-fur-das-museumsdorf) wollten auch sie ihrem alten Geläute einen würdigen Platz geben und haben sie dem Museumsdorf geschenkt.

Wenn Josef sie gereinigt hat, wird sie unter dem alten Glockenstuhl von Niedersulz gleich neben der großen Neudorfer Glocke aufgestellt werden.

Da können sie dann die Ernsdorfer immer besuchen kommen.

Hier einige Bilder von der Übergabe.

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Josef freut sich sichtlich über das Geschenk, als die Ernsdorfer mit einem ausgemusterten Feuerwehrauto kommen, aus dessen Anhänger die Glocke steht.

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Mit vereinten Kräften – weil nur händisch –  wird das rund 130 kg schwere Eisen-Trum abgeladen.

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Vorerst bleibt die Glocke noch im Hof von Josef, denn der will sie erst säubern, bevor sie ausgestellt wird.

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Einstweilen besichtigen die Ernsdorfer den geplanten Standort für ihre Glocke:

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Den alten Glockenstuhl aus Niedersulz, gleich neben den Neudorfer Glocken im Schuppen des Bürgermeister-Hauses, des Doppelhackenhofen aus Wildendürnbach.

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Und weil die Ernsdorfer Gemeinderäte auch ihren eignen Bürgermeister, Leopold Muck aus Staatz  mit haben, muss vor dem historischen Bürgermeister-Amt natürlich ein Foto geschossen werden.

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Und dann wird, ganz wie es der Brauch ist, und wie Josef sagt, die Glocke ordentlich begossen. Mit einer Flasche Roten und einer Flasche Weißen.

PROST – auf die neue Glocke!

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