Der Gemüsegarten und Ulli Nehiba rüsten sich zu den beiden nächsten  Gartentagen am 25. und 26. Juli, bei denen es um das Thema Sommergemüse geht.

Schauplatz ist dieses Mal der Garten des Ausgedingehauses.

Das Ausgedingehaus war der Altersitz der Altbauern und mit dem kleinen Gemüsegärtchen besserten sie ihr kärgliches Lebensmittelangebot auf.

Unser Gemüsegarten zeichnet sich durch ein paar besondere Raritäten aus.

Gartenexpertin Ulli Nehiba wirft gerade einen letzten kritischen Blick darauf.

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An den Paradeisstauden werden gerade die ersten Paradeiser rot. Sie haben eine etwas dickere Schale und sind darum besonders zum Füllen geeignet.  Die Paradeiser werden „Old German“ genannt und sind eine alte Hutterer-Sorte, denn sie wurden von den Hutterern bei ihrer Auswanderung von Deutschland nach Amerika mitgenommen.

Der Geschichte der Hutterer widmet das Museumsdorf ja ein ganzes Haus: das Täufermuseum, das im Oktober im Kleinhäuslerhaus aus Wilfersdorf eröffnet worden ist.

Langsam werden auch die Samen der Dille reif.

Die Samenstände verwendeten die Bäuerinnen  wegen des besonderen Geschmacks zum Einlegen der Essiggurkerln.

Diese Dille ist ungewöhnlich groß. Das hat ihr  wohl auch den speziellen Namen eingebracht: „Herkules“.

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Ist das nicht ein ganz besonders lustiges Gemüse? Das ist ein „Palmkohl“ – wahrscheinlich weil seine Blätter einer Palme ähneln.  Der Palmkohl ist ein Pflückkohl, den man nach und nach seiner Blätter berauben kann und die dann immer wieder nachwachsen.

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Ulli Nehiba wirft einen fachmännischen Blick auf die Fisolen. Als Schnittfisolen könnte man sie schon essen. Aber diese alte Weinviertler Sorte liesen die Hausfrauen meistens zu den weißen Bohnen ausreifen. Damit waren sie über den ganzen Winter haltbar und wurden  zur dicken Bohnensuppe verkocht. Das war ein ausgiebiges Essen vor allem für die ärmere Bevölkerung.

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Auch unser Shop ist ganz auf Sommergemüse eingestellt. Praktikantin Lea hat auf einem Regal viel Gemüsiges zusammengetragen: von Zwiebelchutney und  Senfgurken bis zu grünem Paradeissalat. Kochbücher und Gartenbücher sind natürlich auch dabei.

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