Kürzlich war es so weit. Der ORF kam um für seine Universum-Sendung zu drehen und unserer Trude, dem Museumshuhn, endlich den ihr gebührenden Ruhm zu verschaffen.

Doch erst musste stundenlang aufgebaut werden.

Kameramann und Co-Regisseur Robert Neumüller, hier mit Assistentin Eva Gressel, wollte nicht nur das Hühnerleben im Museumsdorf zeigen, sondern die idyllische Seite des Landlebens mit Ansichten aus unserem Dorf illustrieren.

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Also hieß es, „Bitte warten“ für Trude ….

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… und ihre Freundin, die Sulmtalerin

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Zuerst kamen die Pferde, die jahrhunderte lang traditionellen  Arbeitstiere der Bauern ins Bild.

Dazu hatten wir extra zwei Pferde aus Obersulz eingeladen.

Robert Neumüller lies sich Zeit, um möglichst schöne Bilder zu erhalten.

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Claudia und ihre Ziegen warteten inzwischen geduldig auf ihren Dreh.

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Endlich widmete sich das Kamera-Team unseren nächsten Stars:

Den Ziegen.

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Geiß Ilvi wußte sich und ihren Sohn Herrmann gekonnt in Szene zu setzen.

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Dabei hatte Hermann durchaus seine eigenen Vorstellungen, wie mit einem Filmteam umzugehen sei: einfach ignorieren und an den Sträuchern des Museumsdorfes knabbern.

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Endlich gegen Abend widmete sich das Filmteam unseren wahren Dorf-Schönheiten, den Hühnern…

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Die hatten allerdings eine besonders schwere Aufgabe. Sie mussten nicht einfach nur schön sein, sondern sie sollten die Hühnerleiter hinaufspazieren und im alten Hühnerstall verschwinden.

Claudia bröselte dazu etwas Hühnerfutter auf die Leiter. Hühner sind  bestechlich.

Dann wurde Trude auf die Leiter gesetzt. Die anderen würden dann schon nachkommen. Das wußte Claudia, schließlich ist Trude die Leit-Henne.

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Zunächst schien alles wunderbar zu funktionieren.

Trude kletterte gemächlich und erhobenen Hühnerhauptes die Leiter nach oben.

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Wunschgemäß flatterten ihr die anderen beiden Hühner bald nach und marschierten im Gleichschritt hinauf. Geben sie nicht ein schönes Bild ab? Ob sie vielleicht Hühnerleiter mit einem  Laufsteg verwechselt haben?

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Egal.

Robert Neumüller war zufrieden, die Szene fast im Kasten.

In Niedersulz wird eben mit Profis gearbeitet.

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Schaut schon ganz gut aus.

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Gemessenen Schrittes betreten Trude und ihre Freundin den Hühnerstall. Hurra!

Doch da:

Die Sulmtalerin,  die immer im Schatten von Trude gestanden hatte, sieht jetzt ihre große Chance.

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Statt wie im Drehbuch vorgesehen einfach im Hühnerstall zu verschwinden, macht sie auf dem Absatz, äh ihrer Hühnerkralle kehrt, stellt sich in Positur und schmettert minutenlang eine dramatische Hühnerarie.

So werden Stars geboren!

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