Tag 3 der Aufräumaktion im Museumsdorf:

Mag. Günter Fuhrmann, Peter Huber und Karl Kadiurek freuen sich.

Sie haben ein komplettes Geschäftsportal gefunden. Aber woher stammt es? Heute ist zum Glück ein Senior des Museums da, Hans Kiessling. Der meint sich dunkel zu erinnern, dass es da eine Eisenwarenhandlung gab. Der dazupassende  Ladenschrank für Nägel  steht heute in der Greißlerei.

Das Aufräumen und Sortieren bringt dem Stadl Luft und Platz. Eine Ecke ist schon freigeräumt. Hier werden demnächst Paletten einen Unterboden bilden. Auf ihnen werden die gesäuberten und erfassten Türen gelagert. 40 Stück sind schon aufgearbeitet. 30 verstecken sich noch hinter und zwischen anderen dick verstaubten und mit Spinnweben überzogenen Objekten.

Beim Sichten gibt es immer wieder Überraschungen: Ein hohes, zweiflügeliges Portal kann zeitlich nicht eingeordnet  werden. Die Front besteht aus hölzernen Rundstäben, deren Rückseite später verblendet wurde. Vielleicht stammt es von einer Kapelle.

Da, eine kleine Sensation: eine barocke Tür. Einen Hinweis auf ihr Alter gibt das offene Eisenschloss.

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Die schwere Massivholztür ist prächtig gearbeitet.

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Sie beweist, dass der Barockstil nicht nur in Kirchen und Schlössern Spuren hinterlassen hat, sondern auch die Dörfer geprägt hat.

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Imposant, wenn auch nicht so alt ist der nächste Fund: Das zweiflügelige Portal stammt aus dem Spät-Klassizismus und zeigt wunderbar feine Tischlerkunst.

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A propos Handwerkskunst:

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Die ist immer wieder anzutreffen. Bei filigranen Schnitzarbeiten oder fantasievollen Eisengittern eines Hoftores.

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In einer der Ecken des Stadls findet sich etwas ganz anderes: eine Brückenwaage. Sie wurde von den Bauern genutzt um die Tiere vor dem Verkauf zu wiegen. Die Waage stand an einem zentralen Platz, zu der die Tiere quer durchs Dorf getrieben wurden.

Das  Aufräumen im Stadl hat aus den drei Arbeitern Staubmonster gemacht. Dass sich Mag. Fuhrmann da zwischen zwei hölzernen Waschmaschinen und einer Bügelmaschine aufbaut, nützt ihm auch nicht viel.

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