Unser Täufermuseum strahlt bis nach Amerika aus.

Sie glauben es nicht? Hier das Beweisfoto: Kathleen und Tony Waldner aus den USA besuchten uns kürzlich im Museumsdorf, um die Ausstellung über die Hutterer zu besichtigen. Hier sind sie in ihrer typischen Hutterer-Tracht zu sehen, die bis heute so getragen wird.

Nun, ich geb zu, die Waldners waren nicht schnurstracks über den großen Teich zu uns gekommen. Tony Waldner gilt als guter Hutterer-Lehrer, der in Amerika viele Vorträge hält. Weil er sehr gut Deutsch kann, wird er auch gerne nach Europa eingeladen. Deutsch ist für die Hutterer nämlich nicht selbstverständlich. Sie haben zwar ihre eigene Sprache, die auf den alten österreichischen Dialekten aufbaut. Aber in unseren Tagen ist sie schon so sehr mit dem Amerikanischen vermischt, dass sie sich zu Deutsch wie zu einer Fremdsprache verhält.

Tony Waldner war also mit seiner Frau Kathleen nach Tirol eingeladen worden, um an der Universität von Innsbruck Vorträge zu halten. Dort unterrichtet ja Astrid von Schlachta, eine Hutterer-Expertin, die uns bei der Errichtung  des Täufermuseums beraten hat.

Von Innsbruck war es für die Waldners dann nicht mehr weit bis zu uns nach Niedersulz. Ing. Reinhold Eichinger, der das Huttermuseum kuratiert, hat sie begleitet. Die Gäste waren sehr begeistert von der Ausstellung und wollen sie gerne weiterempfehlen.  Kathleen Waldner kaufte Hutterer-Keramik, die wir im Shop anbieten und  Tony Waldner plauderte ein bisschen aus der Schule.

Seine Gruppe wird in Amerika als „Die Deutschen“ bezeichnet. Durch ihre handwerkliche Geschicklichkeit und ihren Fleiß, den wir schon aus der Geschichte kennen, gibt es in Amerika auch heute noch den Spruch: „Wenn die Detschen wos mochn, is´ grod gmocht.“ (O-Ton Tony Waldner)

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