Schön war es und schön kalt, das „Kripperlschaun und Sternsingen“ im Museumsdorf. Aber kalt muss es sein, sonst schmeckt der Glühwein nicht und es kommt keine weihnachtliche Stimmung auf.

(Im Bild: Die Geschäftsführer Dr. Edgar Niemeczek und Mag. Günter Fuhrmann, 2. Landtagspräsident Herbert Nowohradsky, Jungscharleiter Clemens Huber, Geschäftsführerin Volkskultur Niederösterreich Dorli Draxler,  Landwirtschaftskammerpräsident NR Ing. Hermann Schultes und die Sternsinger Judith, Claudia, Viktoria und Raphael.)

Am 3. Jänner haben wir heuer zum zweiten Mal die Winterruhe des Museumsdorfes unterbrochen, um die Schönheit des Dorfes auch in der kalten Jahreszeit zu zeigen, ja und natürlich unsere Krippen.

Star war heuer die Tuchmacher Krippe aus Iglau (Hier bei einer Führung mit unserer Kultur-Vermittlerin Hedi Fradinger). Die Krippe  stammt aus einer der deutschen Sprachinseln aus Nordmähren und prunkt mit 122 wunderschön holzgeschnitzten Figuren.

Eine riesige Krippe aus Grulich, einer anderen mährischen Krippenbau-Region fand sich im spannenden Kontrast zu einer zeitgemäßen Weiter-Entwicklung:

.

.

.

.

Eine Gruppe rund um den Loidesthaler Krippen-Fachmann Gottfried Würrer hatten ihre selbstgebauten Krippen ausgestellt. Sie alle waren nach traditionellen Vorbildern gefertigt.

.

Hier wurde man mit dem Schauen gar nicht fertig, so gespickt waren die Krippen mit realistisch anmutenden Details, wie Wagenrädern, Laternen, ja sogar einer Weinviertler Hengstpresse.

Ein ganz besonderes Exemplar kam aus Schlosshof: Eine Krippe aus Papier der Familie Kreiner. Sie folgt einer ganz anderen Krippentradition und weist sogar eine witzige Mechanik auf: Adelige Barockfiguren und die drei Könige ziehen an der heiligen Familie vorbei.

Wie Weihnachten früher auch einmal ausgesehen haben könnte, war in der Stube des Hörersdorfer Hofes zu sehen Maria Theresia und Hans Kiessling hatten eine „Arme Leute Weihnachtsstube“ eingerichtet: Ein Christbaum trug selbstgebastelten Weihnachts-Schmuck, der andere Baum war gar nur ein Schlehdorn-Zweig aufgesteckt in eine Rübe.

Zu den weihnachtlichen Traditionen gehört in vielen Familien auch das Räuchern. Mit einer Glutpfanne, auf der Kräuter oder Weihrauch langsam verbrennen und dabei ihren Duft abgeben, wird duch Haus und Stallungen gegangen. Das bringt Segen und reinigt die Räume. Hedi Fradinger zeigte in ihrer Führung die Technik des Räucherns. Wer nun darauf Lust bekam konnte sich bei Fachleuten im alten Wirtshaus mit köstlichem Räucherwerk eindecken.

Alte Bräuche rund ums neue Jahr vermittelte Weinviertel Schriftsteller Thomas Hofmann. Er las in der Vinothek aus Weihnachts-Wünschen historischer Zeitungen.

.

.

.

Geistiges ganz anderer Art servierten die Freunde und Helfer und Mitarbeiter des Museumsdorfes: Heißen Punsch und Glühwein. Das beste gegen kalte Finger und kalte Zehen.

.

.

Wie gerne sie im Museumsdorf sind, bewiesen auch einige Promis und klemmten sich ebenfalls hinter die heißen Töpfe um Glühwein an die Gäste auszuschenken:  2. Landtagspräsident Herbert Nowohradsky, Landtags-Abgeordneter Ing. Manfred Schulz und Landwirtschaftskammerpräsident NR Ing. Hermann Schultes.

.

Und dann wurde der Besuch besonders heilig: Sternsinger zogen durch das Dorf und besuchten auch die Hörersdorfer Stube, um ihre Zeichen von Kaspar, Melchior und Baltasar über der Tür anzubringen.

.

.

Mit den Liedern der Sternsinger halfen die Großen aus:

Im Kulturstadl sang der „Bernsteingsang“ aus Palterndorf.

.

.

.

.

Die tieferen Töne kamen von einem Ensemble des Männerchores Falkenstein.

.

.

.

.

.

.

Auch die Kinder durften sich mit den Brauch der Sternsinger beschäftigen: Gemäß einem Gemälde vom „Fest des Bohnenkönigs“ bastelten sie Kronen aus Papier.

.

.

.

.

.

.

.

.

.

Und so wie es aussieht, hat es Spaß gemacht.

Advertisements