Auf dieser Bank versammelte sich einst die Familie zum Mittagstisch.  Gemeinsam mit einer zweiten entstand die typische  Weinviertler Eckbank. Weil  sie für die Küche zu schäbig geworden war, wurde sie auf die Trettn gestellt, oder vors Haus in den Vorgarten, wo sie Platz für manches Nachbarschafts-Tratscherl bot.

Der Aufenthalt im Freien hat dieser Bank natürlich nicht gut getan, auch nicht die jahrelange Lagerung in einem Stadl des Museumsdorfes.  Peter Huber hat sie dort entdeckt und sich ihrer angenommen.

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Zuerst entfernt er alle dilettantischen Reparaturversuche, die irgendwann einmal an der Bank vorgenommen worden waren. Dann behandelt er des Holz mit Borax, denn die Holzwürmer hatten es sich hier bereits gemütlich gemacht. Das schwammige Holz festigt er mit flüssigem Kolophonium.

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Kaputte Verstrebungen ersetzt Peter Huber durch neues Holz und leimt die Teile der Bank  fest zusammen.

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Dann paßt er  die Sitzfläche wieder ein.

Nun wird noch die Oberfläche der Bank mit Leinölfirnis und Terpentin behandelt.

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Dabei achtet Peter Huber stets darauf, dass das Möbelstück nicht wie neu gemacht ausssieht.

Es darf ruhig den Charme eines historischen Gegenstandes behalten.

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Weil ich kurz an der Stabilität der Bank zweifle folgt eine kleine Belastungsprobe: Sitzt, paßt, hält.

Na bitte!

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Bald wird die Bank wieder eine der Trettn des Museumsdorfes zieren.

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