Beim Dorfherbst am 3. Oktober probieren wir zum ersten Mal die alte Technik des „Drischl dreschens“. Das wurde einst auf der Tenne, dem Mittelteil des Stadls ausgeführt.

Dazu werden wir den Stadl des Waidendorfer Hofes herrichten.

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Doch leider werden unsere Stadl meistens als Lagerraum für die Sammlungen genutzt.

Also heißt es ausräumen, sichten, sortieren, archivieren.

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Na, schaut ja schon viel besser aus.

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Jetzt muss der Stadl noch gründlich gesäubert werden.

Um das alte Holz vom Holzwurm zu befreien, besprüht  Thomas es mit Borsäure.

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Aber wichtig für die Tenne ist der Boden.

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Der muss aus fest gestampften Lehm bestehen.

Aber hier ist nur lockere Erde zu finden.

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Also karren wir einige Tonnen Niedersulzer Lehm in den Stadl, Thomas verteilt ihn und stampft ihn mit einem Rüttler fest.

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Na, schaut das schon nach einem Tennenboden aus!

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Nun gehört die Tenne noch eingerichtet.

Um sie vom übrigen Stadlboden abzugrenzen, damit sich Spreu und Korn nicht überall verteilt, wird ein Brett am Rand angeschlagen.

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In einer Ecke des Stadls soll auch das „Woaz auslesn“ stattfinden. Die Arbeiter werden auf Strohpinkerl sitzen.

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Und damit der Stadl stillgerecht eingerichtet ist, dekoriert ihn Thomas mit allerlei Arbeitsgerät, das früher wahrscheinlich dort gehangen ist, wie diese alte „Bugl-krax´n“.

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In eine Ecke hat er  Heugabeln gelehnt.

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Und wie früher, griffbereit für die verschiedensten Aufgaben, hängen an einem Steher  selbst hergestellte Schnüre.

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Ein Schubkarren wird mit Strohpinkerl beladen und dekorativ im Stadl aufgestellt.

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Langsam erhält das Gebäude  das Flair eines alten aber lebendigen  Bauernstadls.

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Ich denke, die Drischl-Drescher können sich schon bereit machen …

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