In Museumsdorf ist ein paar Tage nach Weihnachten etwas ganz besonderes zu sehen: das „Traismaurer Kripperl“: am Donnerstag, 30. Dezember um 14 Uhr.

Es basiert auf einer 200 Jahre alten Tradition und ist mittlerweile in Niederösterreich einzigartig.

Aber einmal von Anfang an:

1810 hatte der Traismaurer Handschuh-Macher Ferdinand Scheibl die Weihnachts-Geschichte in Form eines Stabpuppen-Spiels ins Leben gerufen.

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Bis ins 20. Jahrhundert war das Puppenspiel im Besitz der Familie Scheibl und wurde von ihr auch immer wieder zur Weihnachtszeit aufgeführt.

1920 hatte der österreichische Volksmusikforscher Raimund Zoder das bis dahin mündlich tradierte Spiel erstmals aufgezeichnet.

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Ein Faksimile des Buchs, das die Überlieferung des Krippenspiels mit all seinen Szenen, Liedern und Texten enthält und die Herkunft der Melodien beschreibt, ist 2004 von der Volkskultur Niederösterreich herausgegeben worden und liegt bei der Veranstaltung in Buchform auf.

Auf diesem Foto wird es von Dr. Edgar Niemeczek, dem Geschäftsführer der Volkskultur Niederösterreich präsentiert. Neben ihm ist Gotthard Klaus, der Spielleiter des Traismaurer Kripperls mit einer der profanen Figuren.

Heute ist das Traismaurer Kripperl das einzige alljährlich aufgeführte Krippenspiel Niederösterreichs und gehört neben dem in Steyr zu den ganz wenigen noch bestehenden im deutschen Sprachraum.

Ja, und am 30. Dezember um 14 Uhr haben unsere Besucher die Gelegenheit, dieses ganz besondere Puppenspiel im Museumsdorf zu sehen. (Das Foto zeigt eine Aufführung in Traismauer.)

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