Wer denkt die Winterpause des Museumsdorfs sorgt auch für Ruhe im Büro der irrt!

Zum einen ist die neue Saison vorzubereiten, zum anderen ist endlich Zeit für die notwendige Aufarbeitung der Bestände.

Das neue Jahresprogramm erfordert spannende Angebote, also klemmt sich unsere Veranstaltungs-Organisatorin Mag. Irene Prohaska hinters Telefon und fragt bei unseren Kulturvermittlern die geplanten Themenführungen ab.

Sie werden an den Wochenenden: samstags, sonn- und feiertags jeweils um 15 Uhr  für ein abwechslungsreiches Jahresprogramm  sorgen.

Während in den Weinviertler Stuben jetzt die Köpfe rauchen und Themen ausgearbeitet werden, steckt Irene Prohaska das Veranstaltungsjahr ab. Mit der Geschäftsleitung klärt sie Beginn und Ende der neuen Saison, dann werden die Hauptveranstaltungen festgelegt.

Das sind zum einen die großen Feste, die jedes Jahr stattfinden, wie der Pflanzenmarkt zum Dorffrühling am 30. April, der Dorfsommer (23. und 24. Juli), der Dorfherbst (2. Oktober), das Kinderfest (19. Juni), der Südmährer Kirtag (14. August) und natürlich unsere Hauptveranstaltung, das große Naturgartenfest (10. September). Auch die Thementage haben bereits ihre fixen Termine, wie der Waschtag (4. Juni) oder das Federnschleiß´n (26. Oktober).

Aber natürlich muss jedes Jahr auch etwas Neues geboten werden. Heuer werden es „Die wilden 50er Jahre im Dorf“ sein.   An diesem Tag wird der Steyr Puch Club mit seinen alten Schönheiten aus Chrom und Blech kommen und sie hier präsentieren. Ein Fest mit Musik und Tanz soll das Feeling der 50er Jahre  auferstehen lassen.

Mittlerweile haben sich die Kulturvermittler mit Mag. Prohaska über die Termine für die Themenführungen geeinigt. Dabei achtet unsere Koordinatorin darauf, dass die Themen breit gestreut sind und abwechslungsreich über das Leben im Dorf erzählen.

Einige der Führungen ordnet sie den großen Veranstaltungen zu, wie Gartenführungen zum Dorfsommer, das Thema Wein dem Dorfherbst oder Fest-Traditionen zum Südmährer Kirtag.

Natürlich sollen die Themenführungen auch zu den Jahreszeiten passen: im Mai wird über das Hochzeiten und die Marienverehrung erzählt, im Sommer geht es um den Kirtag, im Herbst stehen Hexen und unheimliche Geschichten am Terminplan.

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Alle diese Termine gibt Irene Prohaska  nun in ihren großen Kalender ein. Der ist die Grundlage für den neuen Veranstaltungsfolder, den man zu Saisonbeginn im Museumsdorf erhält oder ab dem Frühjahr bei uns per  Post anfordern kann.

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In ganz anderen Dimensionen arbeitet unser junger Mitarbeiter Mag. Peter Pfaffl.

Die Inventar-Karten werden endlich digitalisiert. Ein modernes Inventarisierungs-Programm macht sämtliche Daten optimal verfügbar. Seit ungefähr drei Monaten sitzt Peter Pfaffl über den rund 7.000 Karteikarten, die das Inventar des Museumsdorfes – allerdings nur zum Teil – katalogisieren.

Auf den Karten sind Name, Beschreibung, Gesamtzustand, zeitliche Einordnung und der aktuelle Standord des Gegenstandes aufgeschrieben.

Dabei geht es quer durchs Bauerndorf, von sakralen Gegenständen, wie Andenkenbild oder Beichtstuhl; Werkzeugen und bäuerlichem Arbeitsgerät, wie Leiterwagen oder Tupferheber bis zu Gegenständen aus Haus und Küche, wie Krauthobel, Gurkentopf, Spinnrad oder Nähmuster.

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Und auch wenn die Karten scheinbar kein Ende nehmen – ein Ende ist absehbar.

Diese digitalisierten Daten sind die Grundlage für die weiteren Arbeiten. Zu den nächsten Aufgaben von Peter Pfaffl zählt es, abzuklären ob die angegebenen Standorte auch korrekt sind, Objekte zu fotografieren und gegebenenfalls Daten zu korregieren. Neu aufgefundene Gegenstände werden ohnehin laufend erfasst.

Da kann der Winter gar nicht lange genug dauern.

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