Arbeiten mit Holz ist die große Leidenschaft von Peter Huber. Dabei liebt er es, ständig etwas Neues auszuprobieren.

Vor kurzem wagte er sich über ein ganz besonderes Experiment: Ein rund 100 Jahres altes Handwagerl, das in guter alter Wagnertechnik hergestellt worden war, wurde ihm zum Restaurieren gebracht.

Doch ein genauer Blick des Fachmannes auf die Holzsubstanz stellte klar: Da ist nichts mehr zu sanieren.  Aber der alte Wagen kann gut als Modell für einen Nachbau dienen und die Eisenteile sind auf jeden Fall wieder zu verwenden.

Durch diesen Nachbau würde es Peter Huber möglich werden, tiefer in einige Geheimnisse der Wagner-Kunst einzudringen, als das beim bloßen Betrachten eines Wagens möglich wäre.

Also zerlegte er das gute Stück, reinigte die gut erhaltenen Metall-Teile (entrosten mithilfe einer Elektrolyse, Behandlung mit Kriech- und Penetrieröl)

und nutzte die morschen Holzstücke als Vorbilder für Neuanfertigungen.

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Für wieder kehrende Teile fertigte er Schablonen an, um die Gleichmäßigkeit zu gewährleisten.

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Und das ist dann das Ergebnis:

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Hier sieht man den oberen Teil eines der beiden alten Achs-Schemel, und zwar den vorderen;

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und hier die beiden neuen, für vorne und hinten, noch im Rohzustand.

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Langsam wächst das gute Stück.

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Hier wieder das Original

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… und hier die von Peter Huber mit den bereits sanierten Original-Metallteilen rekonstruierte originalgetreue Kopie.

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die Zange …

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… und samt neuem Fahrgestell

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Ein Detail der alten Holzbordwand

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und die neue Ladefläche

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jetzt noch vier neue Räder……

Ja, die Räder! Die sind ein besonderes  Kapitel und brauchen einen ganz eigenen Blog-Beitrag, denn die Radfertigung  war die Königsdisziplin des Wagners. Das hat auch Peter Huber hier zu spüren bekommen.

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Darum überspringen wir die Radgeschichte fürs erste und stürzen uns auf die Entfertigung des Handwagerls.

Das schaut schon ganz gut aus:

Hier einmal das komplette Fahrgestell – und wie gesagt, genau so, nur im Maßstab etwas größer wurden auch  die richtigen Bauernwagen gebaut.

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Hier bereits mit Plateau

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…. und mit den Seiten- oder Bordwänden.

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Fertig!

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Damit besuchte uns Peter Huber im Museumsdorf.

Vielleicht wird er uns nach diesem Schema auch ein Handwagerl anfertigen.

Schließlich kann er es jetzt ja.

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