Woche 15: Mit den Bauarbeiten im Museumsdorf geht es Schlag auf Schlag. Anfang der Woche wurde bereit mit den Aushubarbeiten für das neue Eingangsgebäude begonnen. Dabei gelangen Sensationsfunde: Beim Abtragen der Humusschicht fanden sich Spuren einer vermutlich frühbronzezeitlichen Besiedelung.

Doch für das Museumsdorf noch viel bedeutsamer sind die ebenfalls freigelegten Spuren eines Weingartens aus dem 19 Jahrhundert, der Zeit, die auch im Museumsdorf behandelt wird.

Archäologe Mag. Gottfried Artner, der sofort zu Untersuchungen hinzugezogen wurde, vermutet hier einen ehemaligen Weingarten in Stockkultur, also die Jahrhunderte lange traditionelle Form des Weinbaus im Weinviertel vor dem Reblaus-Schock. Erkennbar ist dieser Weingarten an rechteckigen, dunklen Verfärbungen, den ehemalgien Pflanzgruben im Boden, die auch Platz für den dazugehörigen Stock lassen.

Dieser Weingarten soll natürlich nun wieder erstehen. Das Gärtnerinnen-Team unter der Leitung von Ulrike Nehiba holte sich bei Mag. Artner genaue Informationen über Lage und Ausmaß des historischen Weingartens. Demnächst werden sie auch mit Experten des Weinstadtmuseums Kontakt aufnehmen um an dieser Stelle wieder einen Weingarten in Stockkultur anzulegen.

Dieser Weingarten wird eine ausgezeichnete Möglichkeit bieten, das Arbeitsleben Weinviertler Winzer authentisch zu zeigen.

Die Infrastruktur-Bauarbeiten im Museumsdorf selbst gehen inzwischen zügig voran. Mit Ende der Woche waren entlang der Dorfzeile und des Dorfplatzes sämtliche Wasser- zu und Ableitungen verlegt, ebenso wie sämtliche Stromleitungen. Diese Woche werden die Stichleitungen fertiggestellt.

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