Woche 20: Der Tanzschuppen des Museumsdorfes Niedersulz wird auch heute noch in seiner ursprünglichen Funktion verwendet. Wie zahlreiche Gebäude ist auch dieser offene Holzständerbau sanierungsbedürftig. Der Schuppen, datiert mit 1841, aus Hohenruppersdorf wurde 1980 ins Museumsdorf übertragen. Die Holzsäulen verloren in den vergangenen Jahren deutlich an Substanz.

Dazu untersuchte Dr. Michael Grabner vom Institut für Holzforschung der Universität für Bodenkultur Wien die Konstruktion. Er führte zuerst an allen tragenden Stützen eine eingehende optische Beurteilung durch und entnahm anschließend allen Stehern Holzproben mithilfe einer Kernbohrung, die nun für eine Laboruntersuchung verwendet werden.

Das Ergebnis der Untersuchungen wird zeigen, aus welchem Holz dieser Schuppen gebaut wurde und wie alt das Holz bei seiner Schlägerung war.  Diese Aufschlüsse sind die Grundlage, um eine historisch fachgerechte Sanierung vorzubereiten.

Ein Einkehrschuppen war ein typisches Wirtshausgebäude und hatte zwei Funktionen. Hier konnten Fuhrwerke untergestellt werden und bei Kirtagen oder anderen dörflichen Veranstaltungen wurde unter dem Dach die Tanzbühne aufgestellt. In dieser Funktion wird der offene Holzbau zu Sommerbeginn auch wieder zur Verfügung stehen.

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