Was nützt das Wissen über Geschichte, wenn sie trocken und fade mit Zahlen und Fakten langweilt.

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Geschichte begeistert dann, wenn man sich in die Zeit zurückversetzen, in Rollen schlüpfen und eine Spur des alten Lebens erahnen kann.

Genau das passiert beim Waschtag im Museumsdorf.

Im Südmährerhof waren Tröge mit Laugenwasser aufgestellt, im großen Kessel kochte die Wäsche und quer über den Hof war eine  Wäscheleine gespannt.

Dann gingen die Waschweiber in Aktion und wer sich traute,  durfte sich ebenfalls zu Waschtrog und Rumpel stellen.

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Die Mutigsten waren natürlich die Kinder.

Für die war das Plantschen ein großer Spaß, aber vielleicht erahnten sie auch, welch gewaltige Plage es für ihre Ur-Ur-Urgroßmütter war.

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Die einzige Möglichkeit, den Schmutz aus der Wäsche zu bekommen, war die mechanische Behandlung der Wäsche in einer Lauge. Das konnte mit der klassischen Waschrumpel passieren oder mit dem Wäschestampfer. Auch der war im Einsatz und durfte ausprobiert werden.

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Etwas einfacher ging es dann schon mit der ersten beheizbaren „Waschmaschine“. Sie konnten unten beheizt werden und in der Trommel darüber wurde die Wäsche in der Lauge gedreht – mit einer Handkurbel natürlich – bis die Wäsche sauber war.

Das war immer noch sehr anstrengend aber schon deutlich weniger Plagerei.

Auch diese Waschmaschine durfte beim Waschtag ausprobiert werden.

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Ganz vorne dabei waren natürlich wieder die Kinder.

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(Auf diesem Foto sieht man besonders deutlich das Ofentürl, durch das die Waschmaschine geheizt wurde.)

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So, nach vielen Stunden Arbeit, war die Wäsche endlich sauber gewaschen und geschwemmt und konnte in der Sonne auf der Wäscheleine trocknen.

Bis sie nächstes Jahr beim Waschtag wieder hervorgeholt wird.

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