Das Wetter ist heute ungemütlich, kalt und nass.

Doch das  ist unserer Gartenleiterin Ulli Nehiba nur recht, denn sie hat genug im Büro zu tun. Sie muss an den Sommer denken.

Dafür forscht sie in der umfangreichen Sammlung von selbstgezogenen Blumen- und Gemüsesamen und plant für das neue Gartenjahr.

Was möglich ist, wird im Dorf selbst vermehrt. Doch das gelingt nicht immer. Wenn Frühling und Sommer kühl sind, können sich manche Pflanzen nicht gut entwickeln und produzieren dementsprechend wenig Samen. Ulli Nehiba muss dann für Ersatz sorgen.

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Außerdem versucht sie immer wieder Sorten historischer Pflanzen zu entdecken, die es bisher im Museumsdorf nicht gab. Das bedeutet umfangreiche Recherchen im Internet.

Heuer gibt es für das Gartenteam zudem eine neue Herausforderung: Hinter dem Bauhof wurde auch ein neues Anzuchtquartier errichtet. Damit besteht zum ersten Mal die Möglichkeit, Blumen- und Gemüsepflanzen im großen Stil vorzuziehen. Das gibt unserer Gartenleiterin die Chance, die Vielfalt in den Gärten noch mehr zu erhöhen.

Im Moment ist Ulli Nehiba gerade dabei, nach Levkojen zu suchen, da der vergangene Sommer die Samenbildung nicht begünstigt hat. Doch sie kann nicht die modernen, niedrigen Sorten verwenden, sondern braucht hochstielige Pflanzen, wie sie in den alten Bauerngärten üblich waren. Auch Rosenbalsaminen, Gartenedelweiß und Mirabilis werden für den heurigen Sommer im Garten gebraucht.

Das neue Anzuchtquartier ermöglicht  dem Gartenteam außerdem ein Experiment: die einjährige Sommerzypresse (links seht ihr ein Beispiel-Foto)  ist eine alte Einfassungspflanze der historischen  Bäuerngärten. Doch da sie sehr heikel sind, war es bisher nicht möglich, sie im Museumsdorf zu kultivieren. Die neue Gärtnerei gibt da ungeahnten Spielraum.

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Und im Sommer werden unsere Gäste die Sommerzypresse schon in unseren eigenen Gärten bewundern können.

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