Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen und die Seele jedes Wirthauses ist sein Koch.

Das wußten schon unsere Vorfahren und wir im Museumsdorf Niedersulz sind darum recht stolz auf unsere drei Köche.

Denn wenn unsere Gäste nach einem entspannenden Besuch im Museumsdorf noch genüsslich zu Mittag essen – dann haben sie es einem der Drei zu verdanken.

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Robert Roither

Alter: 50 Jahre

Geboren: Nußdorf am Attersee

Ausbildung: Kellnerlehre und zusätzliche umfangreiche gastronomische Ausbildung, internationales Hotelmanagement Kolleg in  Wien, Sprachstudium in Englisch, Französchisch, Spanisch

Berufserfahrung: Lokale in Wien:

Grillrestaurant „Kellerstöckl“ – The best Spareribs in Town

Nacht-Cafe „Amadeus“

Restaurant in Spanien

Lieblingsessen: Nicht so einfach, kann mich nicht festlegen, österreichische und internationale Küche

Lieblingsgetränk: Während der Arbeit Leitungswasser oder Soda Zitrone, in der Freizeit Bier oder guter Wein,

Familie: Alleinstehend,

Hobbys: Musik: Klassik, Jazz, Reisen (Australien, China, Korea, Mexika, Amerika, Spanien)

Kochen für Freunde: Paella

Lieblingsautor: Arturo Pérez-Reverte

Lieblingsfilm: Keinen, geh statt Kino lieber in ein Jazz Konzert

Lieblingsmusiker: John Mc Laughlin

Lieblingstier: Hund, eine gute Promenaden-Mischung

Was macht einen guten Koch aus: gutes Kostenbewußtsein, guter Geschmack, Innovativ sein

Was ist das wichtigste Werkzeug eines Kochs: ein scharfes Messer

Was ist für Dich typische Weinviertler Hausmannskost: Schopfbratl, Schulterscherzl, Blunzengröstl

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Robert Roither ist weit herumgekommen in der Welt. Von Nußdorf am Attersee aus hat er die ganze Welt bereist. Diese Offenheit hat er sich auch für sein Privatleben und seine Sprachkompetenz bewahrt. Und in seiner Art zu kochen, denn kaum eine Küche ist ihm fremd. Wenn er Freunde zu Besuch hat, gibt es Paella.

Doch weiß er die Heimat zu schätzen. Der, der schon fast überall auf der Welt war, liebt es täglich quer durchs Weinviertel zu seiner Arbeitsstelle nach Niedersulz zu fahren. „Ich mag das hügelige, wellige Land, den weiten Horizont. Und wenn ich von Wien herausfahre sehe ich täglich neues Land, egal ob es regnet oder die Sonne scheint.“ Den Atterseeer hat es auch persönlich gepackt. „Ganz besonders mag ich den Wein und ich hab auch sehr viele Freunde hier.

Das Ziel der täglichen Fahrt ist das Museumsdorf Niedersulz und das mit großer Genugtuung. „Ich bin von diesem Freilichtmuseum fasziniert, wie es aufgebaut ist, die Liebe zum Detail in jedem Haus.“ Diese besondere Atmosphäre möchte er in seiner Küche fortsetzten. „Weinviertler Küche, gediegene Hausmannskost, dazu zählen für ihn Schopfbratl, Schulterscherzl oder Blunzengröstl.

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Andrej Kralovic

Alter: 37 Jahre

Geboren: Slowakei

Ausbildung: Kochlehre in der Hotelfachschule Bratislava, Matura in der berufsbegleitenden Abendschule.

Berufserfahung: Koch in verschiedenen Hotels  und Restaurants in der Slowakei, Deutschland und Österreich

Slowakei – Bratislava: „Hotel Bratislava,“ ein 700 Betten Hotel

Deutschland – Garmisch-Patenkirche:  „Restaurant Oberkrainer“

Österreich –

Fels am Wagram: Restaurant „Sterntaler“

Senftenberg :„Kurzentrum Nuhr“

Wien: Küchenchef bei Catering-Firma „Vom Feinsten“

Lieblingsessen: Gekochtes Rindfleisch, Suppenfleisch mit Kren und Brot

Lieblingsgetränk: Fruchtsaft, Himbeersaft

Familie: Verheiratet, drei Kinder, zwei Buben (10 und 7 Jahre), ein Mädchen (4 Jahre)

Hobbys: Fischen, an der March oder an den Schotterteichen zu Hause mit den Kindern

Kochen für Freunde: Jede Art von Fleisch, entweder gegrillt oder gebraten

Lieblingsbuch: „Herr der Ringe“ von J. R. R. Tolkien

Lieblingsmusik: Zur Zeit die Chansons von Nana Mouskouri

Lieblingstier: ein zugelaufener Dackel

Was macht einen guten Koch aus: Was man macht, muss man gerne, mit Liebe machen;  flexibel und stressresistent sein; viel Lebenserfahrung haben, um Dinge gut einordnen zu können.

Was ist das wichtigste Werkzeug eines Kochs: Das Messer

Was ist für Dich typische Weinviertler Hausmannskost: Rindsgulasch, Schulterscherzl mit Erdäpfel und Dillsauce und Blunzengröstl

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Freunde haben Andrej Kralovice vom Bedarf des Museumsdorfes nach einem Küchenchef erzählt und als er hier hergekommen ist, hat es für ihn sofort gestimmt. Es ist die Atmosphäre im Dorf, die ihm so gefällt. Natürlich gibt es auch hier Stress, aber das ist anders als in Wien.

Wahrscheinlich genießt Andrej Kralovice das Museumsdorf so, weil er durch und durch ein Landmensch ist. Neben all den Jobs in Deutschland und Österreich hat er Zuhause in einem kleinen Dorf in der Nähe von Bratislava eine Familie gegründet und ein Haus gebaut. Und wenn er abends nach Hause kommt, genießt er die Arbeit in seinem Garten, zieht Paradeiser und Paprika groß, spielt mit den Kindern oder sitzt in der lauen Sommernacht lange mit Freunden zusammen.

Genau diese Stimmung findet er auch im Museumsdorf wieder: „Ich finde die Idee gut, alte Häuser wieder aufzubauen, damit die Menschen sehen, wie die Leute vor über 100 Jahren gewohnt haben.

Für ihn ist es darum wichtig, dass das kulinarische Angebot dazu passt: „Hier kann man essen, wie man vor 100  Jahren im Dorf gekocht hat. Die Besucher spüren dabei viel stärker, wie man früher hier gelebt hat. Allerdings gab es damals nicht so viel Fleisch wie heute, sondern nur am Sonntag, mehr konnte man sich nicht leisten.

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Ondrej Kubina

Alter: 36 Jahre

Geboren: in der Slowakei

Ausbildung: Kochlehre in der Slowakei,

Berufserfahrung: Restaurants und Hotels in der Slowakei, Tschechien, Deutschland und Österreich

Tschechien: Restaurant in der Stadt Tabor

Slowakei: Restaurants in Senica und Bratislava

Deutschland: Garmisch-Partenkirchen, Restaurant Hofbräustube

Österreich: Eggenburg, Stadthotel Eggenburg

Lieblingsessen:  Alles, aber am liebsten Fleisch,  egal wie: ob gekocht, gebraten oder paniert

Lieblinsgetränk: In der Arbeit: Soda mit Zitrone; zu Hause, mit Freunden: Bier

Familie: Verheiratet seit 16. Juni 2012; im Jänner wird das erste Kind erwartet, eigentlich zwei: Zwillinge

Hobbys: Angeln an der March, am liebsten Karpfen;  das braucht viel Zeit, keine Zeit für andere Hobbys

Kochen für Freunde: Ein gutes Gulasch oder  Gegrilltes oder Fisch

Lieblingsbuch: „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry

Lieblingsfilm: „Casino“ mit Al Pacino

Lieblingsmusik: Aktuelle Musik, Rockmusik

Was macht einen guten Koch aus: Gute Arbeit, gute Lagerhaltung, gute Verarbeitung

Was ist das wichtigste Werkzeug eines Kochs: Das Messer

Was ist für Dich typische Weinviertler Hausmannskost: Schweinsbraten, Gulasch, Schulterscherzl mit Dillsauce

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Ondrej Kubina ist wie sein Freund Andrej Kralovic viele Jahre im vier Länder-Eck Slowakei, Tschechien, Österreich und Deutschland herumgekommen. Viel Stress hat ihm dieses Wanderleben gelehrt aber auch viel Lebenserfahrung. Als Ausgleich liebt Ondrej Kubina das Fischen an der March um wieder zur Ruhe zu kommen.

In Garmisch-Patenkirchen hat er seinen Kochkollegen Andrej Kralovic kennengelernt, der ihm vor Kurzem vom Museumsdorf Niedersulz erzählt hat. Da hat er sofort erfreut zugegriffen, liebt er doch die Landschaft des Weinviertels, weil sie fast so wie zu Hause ist. Außerdem ist Ondrej Kubina gerade dabei eine Familie zu gründen. Im Juni hat er geheiratet und für Jänner kündigen sich Zwillinge an.

Im Museumsdorf schätzt er die Atmosphäre: „Es ist eine gute Arbeit und die Leute sind sehr freundlich.“ Und er hat nicht weit nach Hause zu seiner jungen Familie. Die neue Sesshaftigkeit spiegelt sich auch in seiner Zuwendung zu bodenständiger Küche. „Modernes Essen passt nicht in das Museumsdorf. Hierher gehört regionale Küche, wie Schweinsbraten, Gulasch oder Schulterscherzl.

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