Am 7. Oktober feiern wir den Dorfherbst, bei dem wir mit unseren Besuchern traditionelle Herbstarbeiten nachvollziehen, wie „Woaz ausles´n“ und „Drischl dresch´n“. Doch um das Getreide auf der Tenn ausdreschen zu können, muss man es erst einmal haben.

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Dazu muss es nämlich von Hand gemäht werden, mit Sichel oder Sense. Ein moderner Mähdrescher würde die Arbeit gleich auf einmal erledigen.

Doch auf unseren neuen Flächen am Schmalzberg geheihen auf schmalen Ackerstreifen, wie sie früher zu einem Bauernhof gehörten, typische Getreidearten, wie Gerste und Hafer. Die wurden nun kürzlich ganz nach alten Arbeitsweisen abgeerntet.

Hilfe bekam die „Generation Mähdrescher“ von erfahrenen Profis, wie Fritz Wendy, dem pensionierten Schuldirektor, der uns schon bei der Einrichtung der Schule aus Gaiselberg unterstützt hat und  Bäuerin Franziska Bogenstorfer, einer unserer langjährigen Ehrenamtlichen.

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Und weil Handarbeit logischerweise vieler Hände bedarf, freuten wir uns auch über die Unterstützung unserer europäischen Volontäre aus dem SCI-Projekt. Für die war das ein ebensolches Abenteuer wir für unser Gartenteam.

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Die einzelnen Arbeitsschritte waren ungewohnt:

Erst das Abschneiden mit der Sichel ….

(hier Gabi Gratsch)

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Dani Narr hatte sogar ein originales Utensil dazu aufgesetzt: den „Gugel“. Mit diesem Kopftuch, das an der Vorderseite mit einem Karton verstärkt war um eine Art Sonnenschirm zu erzeugen, schützen sich die Mährerinnen an den heißesten Tagen des Jahres vor einem Sonnenstich.

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Dann wurden die Getreide-Garben fest zusammmengebunden.

Das übernahmen die Profis, wie hier Franziska Bogenstorfer.

Denn dazu bedarf es einiger Erfahrung und Fingerfertigkeit.

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Und auch einigen Kraftaufwand und – wie man sieht – Einsatz des gesamten Körpers.

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Zusammengebunden werden die Getreidebündel nämlich mit handgeflochtenen Schüren, an deren einem Ende ein kleines Holzbrettchen befestigt ist.

Mithilfe der richtigen Knüpftechnik kann man so ein Bündel binden, das fest zusammen hält.

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Die fertigen Bündel werden nun zusammengetragen  ….

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…. und zu „Mandln“ geschlichtet.

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In diesen Mandeln konnte das Getreide traditionell einige Zeit am Feld stehen bleiben, bis die Mahd vorbei war und der Bauer Zeit hat, das Getreide in die Tenne heimzufahren.

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Doch diese Arbeit in der brütenden Sonne macht natürlich durstig.

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Auch dafür wissen unsere Ernte Profis Rat: Kaltes Wasser oder einen Sommerspritzer aus dem „Blutza“,  einem bauchigen Tonkrug, der seinen Inhalt lange kühl hält.

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Danach kann es mit der Arbeit munter weiter gehen.

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