Feierliche Segnung der Gedenktafel am 26. Oktober 2012 im Museumsdorf Niedersulz

 

Herbstimpressionen von der Dorfzeile entlang des Sulzbaches.

Am 26. Oktober 2012 lud der Verein der Freunde des Museumsdorfes zur Enthüllung und Segnung der Gedenktafel für die verstorbenen MitarbeiterInnen des Museumsdorfes ein. In den über 30 Jahren seines Bestehens haben viele freiwillige Helfer an der heutigen Gestalt des Museumsdorfes mitgewirkt. Neben dem Initiator Professor Josef Geissler gibt es die vielen Ungenannten und Unbedankten, die in den mehr als 30 Jahren ihr Engagement, ihre Kreativität, ihre Arbeitskraft und oft auch einen materiellen Beitrag eingebracht haben. Im Jahr der Freiwilligen 2011 ist die Idee entstanden, allen diesen Menschen ein Andenken zu bewahren. Acht  Personen, drei Frauen und fünf Männer, sind auf dieser Gedenktafel vermerkt.

Ihr Zugang zum Museumsdorf war ganz unterschiedlich.

Franz WEILAND (1900 – 1984), Obersulz: Sattlermeister, Mitarbeiter in den ersten Jahren bei Bau- und Sammeltätigkeit

Reg.Rat Dr. Kurt VAN LINTHOUDT (1921 – 1992), Dörfles: Schulinspektor, in der Pension Studium der Volkskunde, erste wissenschaftliche Arbeit über das Museumsdorf

Ferdinand REIMER (1911 – 1998), Obersulz: Maurer, Mitarbeiter bei der Bautätigkeit über viele Jahre

Ing. Alfred SOMMER (1927 – 1999), Obersulz: Baumeister, Planersteller für geplante Übertragungen über viele Jahre

Hilde HAIDVOGL (1938 – 2000), Niedersulz/Wien: Politisch engagiert in der Grünbewegung. Werbeleiterin, mitverantwortlich für das Projekt „Kettlasbrunner Hof“. Erarbeitung des Hausgeschichte dieses Objekts

Dir. Otto SCHWARZ (1924 – 2002), Zistersdorf: Schuldirektor, engagierter Kulturvermittler

Margarete ASIMUS (1927 – 2006), Waidendorf: Vereinsarbeit über viele Jahre

Elfriede EGGER (1953 – 2010), Ketzelsdorf/Wien: Vereinsarbeit über viele Jahre, bis zuletzt engagiert im Projekt „Wildendürnbacher Hof“

Obmann Dr. Richard Edl hob hervor, dass mit dieser Tafel nicht nur zurückgeblickt werden soll, sondern auch ein Signal ist für die Wertschätzung der vielen Vereinsmitglieder, die ehrenamtlich für das Museumsdorf arbeiten: in der Vermittlung, in der Forschung, bei Veranstaltungen und im handwerklichen Bereich. Ihr Beitrag prägt das Erscheinungsbild nach außen und ist ein wesentlicher Faktor für die Reputation des Museumsdorfes.

Die wissenschaftliche Leiterin des Museumdorfes Dr. Veronika Plöckinger-Walenta würdigte das Engagement der Vereinsmitglieder und signalisierte großes Interesse an weiterer intensiver Zusammenarbeit.

Landtagspräsident a.D. und seit vielen Jahren engagierter Unterstützer des Museumdorfes Bürgermeister Herbert Nowohradsky hob die Arbeit der Freiwilligen als wesentliche Säule des Erfolgs hervor und zeigte auf, dass dank des Engagements des Landes Niederösterreich große Investitionen möglich wurden und damit der Weg in die Zukunft beschritten werden konnte. Das Zusammenwirken von professioneller Betriebsführung und ehrenamtlichem Engagement machen den Erfolg aus.

v.l.n.r.: Dr. Edgar Niemeczek, 2. Landtagspräsident a.D. Herbert Nowohradsky, Dr. Richard Edl, Dr. Norbert Jan Kokott, Dr. Veronika Plöckinger-Walenta, DI Markus Weindl, Mag. Stephan Gartner – vor der Gedenktafel in der Georgskapelle.

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