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Stiefmütterchen, Veilchen & Co.

Im Spätherbst werden von unserem Gartenteam zahlreiche Pflanzen bereits für die nächste Museumsdorf-Saison ausgepflanzt. Vor allem so genannte Zweijährige und Zwiebelblumen werden dabei für das kommende Frühjahr und Sommer in den Gärten des Museumsdorfes ausgesetzt.

„Zweijährig“ heißen die Pflanzen deshalb, weil sie nach dem Aussetzen, den Winter in der Erde überdauern und erst im nächsten Jahr blühen. Nach der Samenbildung sterben sie dann ab. Die Stiefmütterchen allerdings beginnen bereits im Herbst zu blühen und überwintern mit den Knospen. Aber auch Bellis, Vergissmeinnicht, Marienglockenblumen, Goldlack sowie Bartnelken werden aufgestellt. Alle Pflanzen und Zöglinge stammen dabei aus eigenem biologischem Anbau aus der Anzuchtsgärtnerei des Museumsdorfes.

Dazwischen werden Zwiebel von Narzissen, Hyazinthen, Kaiserkrone und verschiedenste Arten von Tulpen, die in den Bauerngärten besonders beliebt waren, eingepflanzt.

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Grünraumleiterin Ulrike Nehiba beim Einsetzen der sog. viola cornuta, dem Hornveilchen. Die Hornveilchen in zahlreichen Farbvariationen waren um 1880 stark in Mode und wurden vor einigen Jahren wiederentdeckt. Ihre „größeren“ Verwandten, die Stiefmütterchen, die von der viola tricolor, dem wilden Stiefmütterchen abstammen, gibt es in den Hausgärten bereits seit dem 16. Jahrhundert. Ausgehend von ihrer Verwendung als Heilpflanzen gegen Krämpfe und Hautausschläge vor allem bei kleinen Kindern, wurden sie durch Auslese und züchterisch bearbeitet.

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