Am Samstag, den 22. Juni 2013 stand das Museumsdorf Niedersulz ganz im Zeichen des „Wäschewaschens“.

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Wie hat man seine Wäsche gewaschen, als es noch keine Waschmaschine gab? Wie oft wurde in der Woche gewaschen? Niemand kann sich heute noch vorstellen wie beschwerlich oft die kleinsten Dinge des Alltags vor 100 und mehr Jahren waren. Allen  diesen Fragen konnte man am letzten Samstag im Museumsdorf auf dem Grund gehen und auch gleich ausprobieren.

Im Hof des 2011 neu adaptierten Bürgermeister-Hauses wurden Zuber, Waschrumpel und Seifenlauge ausgepackt und große und kleine Besucher konnten beim Waschen der Wäsche im Stil von anno dazumal mithelfen.

Franziska-Monika Jahn beim Wäschewaschen mit Zuber & Rumpel.

Franziska-Monika Jahn beim Wäschewaschen mit Zuber & Rumpel…..

Mit dem "Stampfer" beim Ausschwemmen der Wäsche.

…..und danach mit dem „Stampfer“ beim Ausschwemmen der Wäsche.

Ehrenamtlicher Hans Svoboda heizte den Ofen für das heiße Waschwasser.

Ehrenamtlicher Hans Svoboda heizte den Ofen für das heiße Waschwasser.

Zum Schluss wird die saubere Wäsche "kastenfertig" von Elisabeth Stadler gebügelt....

Zum Schluss wird die saubere Wäsche „kastenfertig“ von Elisabeth Stadler gebügelt….

Alle sechs bis acht Wochen wurde früher auf einem Weinviertler Bauernhof Wäsche gewaschen. Ein Waschtag, der ein bis zwei Tage dauerte, erforderte jede weibliche Hand, die zur Verfügung stand. Am Vortag wurde die Aschenlauge vorbereitet. Sie sorgte für weiches Waschwasser. Während die Männer den großen Kessel heizten, schleppten die Frauen kübelweise frisches Wasser vom Brunnen heran. Nach dem Kochen der Kleidung rückten die Frauen dem Schmutz auf Waschrumpeln mit manueller Kraft zu Leibe. Die dabei verwendete Seife hatte die Bäuerin selbst aus altem Fett hergestellt.

Danach wurde neuerlich kübelweise frisches Wasser aus dem Brunnen gepumpt, um die großen Bottiche zu füllen, in denen die Wäsche geschwemmt wurde. Schließlich wurde sie dann auf langen Leinen, die quer durch den Garten gespannt waren, zum Trocknen aufgehängt. Bei Bettzeug und heller Kleidung, die besonders weiß werden sollte, nutzte man die bleichende Kraft der Sonne und breitete sie auf der Wiese aus.

"Waschstation" im Bürgermeisterhaus aus Wildendürnbach.

„Waschstation“ im Bürgermeisterhaus aus Wildendürnbach.

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Retro-Advertising in Sachen Wäsche….

Während Franziska Bogenstorfer in der Küche des Bürgermeisterhauses urgute "Bauernkrapfen" herausbuk....

Während Franziska Bogenstorfer in der Küche des Bürgermeisterhauses urgute „Bauernkrapfen“ herausbuk….

..erläuterten Dir. a.D. Fritz Wendy & Mag. Marianne Messerer in der Volksschule aus Gaiselberg den Handarbeitsunterricht um 1900 oder....

..erläuterten Dir. a.D. Fritz Wendy & Mag. Marianne Messerer in der Volksschule aus Gaiselberg den Handarbeitsunterricht um 1900 oder….

...erklärte Interessantes zum Thema "Nähen, Stopfen und Sticken".

…erklärte Interessantes zum Thema „Nähen, Stopfen und Sticken“.

Ludmilla Hauer beim Sackflicken in der Trettn´des Bürgermeisterhauses.

Der Waschtag war aber auch gleichzeitig Gelegenheit für Stopfarbeiten aller Art! Ludmilla Hauer beim Sackflicken in der Trettn´des Bürgermeisterhauses.

"Waschutensilien" in der Lehrerwohnung von anno dazumal.

„Waschutensilien“ in der Lehrerwohnung von anno dazumal.

Bei der Textil-Sonderausstellung im Hörersdorfer Hof erzählte Textilexpertin Maria-Theresia Kiessling Wissenwertes über Sticken, Klöppeln und Handarbeiten aller Art.

In der Textil-Sonderausstellung im Hörersdorfer Hof erzählte Textilexpertin Maria-Theresia Kiessling Wissenwertes über Sticken, Klöppeln und Handarbeiten aller Art.

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