Zwischen der Hofmühle aus Walterskirchen und dem Mühlenteich steht die Statue des hl. Johannes Nepomuk im Museumsdorf Niedersulz.

Zwischen der Hofmühle aus Walterskirchen und dem Mühlenteich steht die Statue des hl. Johannes Nepomuk im Museumsdorf Niedersulz.

 

Am regenreichen Sonntag und Internationalen Museumstag, den 18. Mai 2014, wurde eine Statue des heiligen Johannes Nepomuk im Museumsdorf Niedersulz erstpräsentiert und gesegnet. Landtagsabgeordneter René Lobner sprach in Vertretung von Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll die Gruß- und Dankesworte: „Man merkt im Museumsdorf Niedersulz wie viel Herzblut und Freude vor allem von den Ehrenamtlichen und dem Freundesverein hineingegeben wird. Die Nepomukstatue stellt einen weiteren Bau- und Puzzlestein in der Geschichte des Museumsdorfes dar.“

Auch der Geschäftsführer der Kultur.Region.Niederösterreich Dr. Edgar Niemeczek bedankte sich bei allen jenen, die für die Realisierung des „Nepomuk“-Projektes verantwortlich zeichnen, im Besonderen beim Freundesverein des Museumsdorfes und seinen Mitgliedern, die die Idee des Museumsdorfes seit Jahrzehnten mittragen und erinnerte sich: „Genau am Feiertag des heiligen Johannes Nepomuk, den 16. Mai 2012, also vor zwei Jahren, wurde das MuseumsPortal, das neue Eingangsgebäude des Museumsdorfes Niedersulz eröffnet.“

Weitere Ehrengäste der Erstpräsentation des heiligen Nepomuk waren der Bürgermeister der Gemeinde Sulz im Weinviertel Franz Pirkner, Herbert Nowohradsky – 2. Landtagspräsident a.D. und neu gewählter Obmann des Vorstandes „Verein Freunde des Weinviertler Museumsdorfes Niedersulz“ sowie die wissenschaftliche Leiterin des Museumsdorfes und Moderatorin der Präsentation Dr. Veronika Plöckinger-Walenta.

Die Segnung der kunstvollen Replik, die Idee, Projekt und Geschenk des „Vereines Freunde des Weinviertler Museumsdorfs Niedersulz“ ist, wurde durch Dechant Mag. Bernhard Messer vorgenommen. Für den kunstvoll, im barocken Stil gestalteten Sockel, zeichnete Museumsdorf-Gründer Prof. Josef Geissler verantwortlich. Als idealer und bezeichnender Standort wurde ein Platz zwischen der Hofmühle aus Walterskirchen und dem Mühlenteich ausgewählt, gilt Nepomuk doch als Schutzpatron der Müller, Flößer und Schiffer. Nepomukstatuen findet man oft an Brücken oder Gewässern. Seine Hilfe wird in der christlich katholischen Religion vor allem bei Wassergefahr oder Verleumdung erbeten, und steht für die Eigenschaften Ehre, Verschwiegenheit und das Beichtgeheimnis.

Dechant Mag. Bernhard Messer bei der Segung des hl. Nepomuk.

Dechant Mag. Bernhard Messer bei der Segung des hl. Nepomuk.

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v.l.n.r.: Elisabeth Stadler, Herbert Nowohradsky (Obmann des Vereins Freunde des Museumsdorfs Niedersulz), Dr. Edgar Niemeczek (Geschäftsführer der Kultur.Region.Niederösterreich), Dechant Mag. Bernhard Messer, Dr. Veronika Plöckinger-Walenta (Wissenschaftliche Leitung Museumsdorf Niedersulz), Landtagsabgeordneter René Lobner, Dr. Richard Edl (Ehrenobmann des Vereins Freunde des Museumsdorfs Niedersulz), Franz Pirkner (Bürgermeister der Gemeinde Sulz im Weinviertel), Walter Lauer und Franziska Bogensdorfer.

In der ikonographischen Darstellung wird der Hl. Nepomuk meist mit einem Kreuz in einer Hand und mit einer Hand vor dem Mund, als Zeichen der Verschwiegenheit, dargestellt. Oftmals wird ihm stattdessen auch ein Putto mit Schweigegestus beigegefügt. Sein Heiligenschein zeigt fünf Sterne, die als die fünf Buchstaben des lateinischen Wortes tacui„ich schwieg“ – interpretiert werden können.

Der böhmische Priester und Märtyrer Johannes (von) Nepomuk wurde um 1350 als Johannes Welfin (oder Wolffin) in Pomuk bei Pilsen geboren. Der Legende nach, weigerte sich Nepomuk das Beichtgeheimnis gegenüber dem böhmischen König Wenzel IV., der seine Frau der Untreue verdächtigte, zu brechen. König Wenzel ließ Nepomuk daraufhin foltern und ihn von der Prager Karlsbrücke ins Wasser stürzen. Erst 1729 wurde Johannes Nepomuk von Papst Benedikt XIII. heiliggesprochen.

 

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