Am So, den 14.09.2014, 14.00-17.00 Uhr, wird im Museumsdorf beim Thementag der Jahreswechsel im Bienenjahr gefeiert: „Bienen-Neujahr“ mit dem Imkerverein Niedersulz.

Nachstehend ein Kurztext zum Thema Bienen von Christine Bucksch, der im Zuge eines Seminars über jounalistisches Schreiben an der Uni Wien entstanden ist und uns von der Autorin freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde.

 

 

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Die Biene ist lebenswichtig für uns Menschen

Eine Welt ohne Bienen hätte drastische Folgen für die Menschen. De facto ist es so, dass das Bienensterben letztlich einen viel weiteren Kreis zu unserem Nachteil ziehen würde als man zunächst annimmt. Umso wichtiger ist die Arbeit des Imkers. Gäbe es keine Imker, würden die Bienen kein Jahr überleben.

Das Bienenjahr beginnt im Spätsommer. Nach dem letzten Abschleudern der Wirtschaftsvölker wird Bilanz über das vergangene Bienenjahr gezogen. Spätestens jetzt werden die letzten Weichen für ein erfolgreiches neues Bienenjahr gelegt. Die Ertragsvölker für das nächste Jahr werden zusammengestellt, schwache Völker aufgelöst und zu stärkeren Völkern vereinigt.

Diese fleißigen Nutztiere bringen uns nicht nur den Honig, sie sind auch ein sehr wichtiges Glied in der Nahrungsmittelproduktion, da sie für die Bestäubung von rund 71 Prozent aller Nutzpflanzen in der Landwirtschaft und im Gartenbau sorgen und somit ihre Verbreitung sichern. Nur durch die Pflege des Imkers konnten die großen Bienenvölkerverluste in den letzten Jahren gebremst und wieder stabilisiert werden.

Nicht nur althergebrachte Bienenkrankheiten bedrohen die Bienenvölker. Vielmehr sind es die in den letzten Jahren von der chemischen Industrie neu entwickelten, hauptsächlich in der Landwirtschaft eingesetzten Pflanzenschutz- und Insektenvernichtungsmittel, die das Überleben der Honigbiene ernsthaft gefährden. Diese Pestizide und Insektizide werden vor allem in großen Mengen auf den Feldern eingesetzt um Feldfrüchte vor Krankheiten, Schädlingen und Unkräutern zu schützen. Diese sind aber auch schädlich für die Honigbiene.

Bienenkrankheiten wie die Nosema oder die Kalkbrut sind schon über hundert Jahre bekannt. Dabei handelt es sich um Pilzerkrankungen, die durch klimatische Faktoren wie feuchte und kühle Witterung begünstigt werden und besonders bei geschwächten Völkern auftreten. Mit diesen beiden Pilzinfektionen kann der Bien (Gesamtheit der Bienen in einem Bienenstock) bei allgemein gutem Gesundheitszustand jedoch gut umgehen und ist nicht lebensbedrohlich gefährdet. Der heute gefährlichste Parasit ist die Varroa. Mit verschiedenen biologischen Mitteln wie Ameisensäure und Oxalsäure wird der Varroamilbe zu Leibe gerückt um die Anzahl der Parasiten auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.

Der Imker ist also beim Erhalt dieser wichtigen Insekten besonders gefordert. Er schützt die Bienen nicht nur vor Schädlingen sondern kümmert sich auch nach der Honigernte darum, dass es dem Bienenvolk während der kalten Monate gut geht. Im September wird den Bienen Futter, in Form einer Zuckerlösung, für das Überleben im Winter verabreicht. Nun ist die Zeit der Ruhe gekommen bevor zu Beginn des neuen Kalenderjahres wieder Bewegung in den Bienenstock kommt und das Bienenvolk erneut seinen Aufgaben der Bestäubung und dem Eintrag von Bienenprodukten nachkommen kann und sich zu einem kräftigen Ertragsvolk entwickeln wird.

Christine Bucksch, 09/2014

 

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