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Am 11. Dezember 2018 wurden im Landtagssaal des NÖ Landhauses feierlich insgesamt 51 Ehrenzeichen an verdiente Persönlichkeiten verliehen. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner sagte anlässlich der Verleihung in ihrer Festansprache:

Wir sind reich an Persönlichkeiten, reich an Menschen, die unglaublich viel leisten für dieses Bundesland und für unsere Gemeinschaft.

Maria Theresia Kiesling mit Landeshautfrau Johanna Mikl-Leitner
COPYRIGHT: NLK Pfeiffer

Seit der Gründung des Museumsdorfs spielt das ehrenamtliche Engagement eine große Rolle. Maria Theresia Kiessling und ihr Mann Johann unterstützten den Gründer des Museumsdorfs, Josef Geissler, bereits ab den 1980er Jahren tatkräftig mit ihrer Mithilfe bei der Restaurierung und dem Einrichten der Mühle, dem Einrichten des Altlichtenwarther Hauses, der Stiftung einer kleinen Wegkapelle und ihrer Unterstützung bei Objektabholungen. Seit einigen Jahrzehnten sind Maria Theresia und Johann Kiessling im Museumsdorf vor allem im Textilbereich (Sammeltätigkeit, Reinigung, Reparatur und Inventarisierung) tätig und gestalteten mehrere Texilausstellungen. Parallel dazu führt Maria Theresia Kiessling regelmäßig Handarbeitsvorführungen im Museumsdorf durch.

Geschäftsführerin und wissenschaftliche Leitung des Museumsdorf Veronika Plöckinger-Walenta ist stolz: 

„Auch das Museumsdorf ist reich an Menschen, die mehr machen und sich ehrenamtlich engagieren – so auch Maria Theresia und Johann Kiessling.“


vlnr: Präsident des NÖ Landtags Karl Wilfing, Johann und Maria Theresia Kiessling, Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner, Veronika Plöckinger-Walenta
COPYRIGHT: NLK Pfeiffer/Reinberger
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Das Asperl oder die Mispel (mespilus germanica) ist ein Überbleibsel aus vergangenen Jahrhunderten. Im Mittelalter war sie ein beliebter Obstbaum, denn Wildobstverarbeitung war in der alten bäuerlichen Landwirtschaft des Weinviertels eine Selbstverständlichkeit. Die Rezepte wurden über Generationen weitergegeben oder von Kloster- und Herrschaftsküchen in die bäuerliche Wirtschaft eingeführt, indem Bauerntöchter als Mägde oder Tagelöhner durch ihre dortige Arbeit das erworbene Wissen mit nach Hause nahmen.

Heute gibt es das Asperl nur noch selten in Obstgärten und die wilden Formen haben meist Dornen. Die Reife der apfelähnlichen Frucht ist trügerisch: Zwar scheint sie schon im September reif zu sein, ist dann aber noch steinhart und praktisch ungenießbar. Erst nach dem ersten starken Frost hat sie die richtige Konsistenz und das unverwechselbare säuerliche Aroma.

Im Museumsdorf gedeiht das wilde Asperl entlang der Wege in der Nähe des Bauernhofs und der Lehmbaustelle und an verschiedensten Plätzen im Dorf.

Die Asperln im frühen Herbst

Wofür eignet sich das Asperl?
Die Asperln enthalten viel Zucker, Apfelsäure und Pektine und lassen sich gut zu Marmelade, Kompott, Sirup und Obstwein verarbeiten. Roh gegessen sind sie wegen ihrer adstringierenden Wirkung zur Regulierung der Darmtätigkeit geeignet und galten daher in der Volksheilkunde als sanftes Abführmittel, blutreinigend und harntreibend. Gebrannter Schnaps aus Asperl dürfte gut schmecken und so wurde regelmäßiger Genuss hochstilisiert, der Verkalkung verhindern sollte. Gedörrt schmecken die Asperln kletzenähnlich.

Rezept für Asperl-Marmelade (von Magdalene Papp)
Den weichen, schon gefrorenen Asperln den Blütenstand wegschneiden, dann in einen Topf geben und mit Apfelsaft bedecken und einige Minuten köcheln lassen. Die Asperln durch ein eher gröberes Sieb streichen und nach Belieben mit etwas gemahlenen Zimt würzen. Mit Gelierzucker 3:1 wird die Marmelade wie gewohnt eingekocht. Da die Asperln viel Pektin enthalten, benötigt man etwas weniger Gelierzucker als üblich. Anschließend in saubere, keimfreie Gläser füllen, verschließen und für eine längere Haltbarkeit im Rohr einkochen (Die Gläser in einen Topf mit Wasser ins Rohr stellen und bei 95°C etwa 30 Minuten lang sterilisieren).

Nach dem ersten Frost sind die Asperln bereit für die Ernte

Großer Andrang herrschte am Sonntag, 11. November 2018 bei der 2. Niederösterreichischen Freiwilligenmesse im Landhaus St. Pölten! Das Besucherinteresse war riesengroß und zahlreiche Interessierte nutzten die Gelegenheit, um sich über die vielfältigen Angebote im Bereich der ehrenamtlichen Arbeit zu informieren. Unter den 60 Ausstellern war auch wir – das Museumsdorf Niedersulz – um Erfahrungen auszutauschen und die Besucherinnen und Besucher über die ehrenamtlichen Tätigkeiten im Museumsdorf zu informieren.
Die Geschäftsführer Veronika Plöckinger-Walenta und Mag. Manfred Mandl sowie Peter Huber vom Freundesverein betreuten den Stand des Museumsdorfs.

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Manfred Mandl, Veronika Plöckinger-Walenta, Peter Huber
© Museumsmanagement Niederösterreich

Dazu gab es ein breites Rahmenprogramm zu erleben: Fachvorträge, ein offenes Singen der Volkskultur, den Tag der offenen Tür der Landeshauptfrau oder man machte einen Streifzug durch das Museum Niederösterreich, das Landesarchiv Niederösterreich oder dem ORF NÖ sowie dem Klangturm. Kulinarisch stärken konnte man sich bei den „So schmeckt Niederösterreich“-Schmankerlständen, wo die Besucherinnen und Besucher bestens verköstigt wurden.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner:
Das große Interesse an der Freiwilligenarbeit zeigt, dass Menschen bereit sind Verantwortung zu übernehmen und Solidarität in unserer Gesellschaft ein wichtiger Wert ist. Mein großer Dank gilt den vielen Ehrenamtlichen, die durch ihren persönlichen Einsatz einen unverzichtbaren Beitrag für das Gemeinwohl leisten.

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© Franz Gleiß

Unter den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern informierten sich neben Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner auch Bundesministerin Beate Hartinger-Klein, Diözesanbischof Alois Schwarz, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Landesrat Ludwig Schleritzko, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, NV-Vorstandsdirektor Bernhard Lackner, ORF Landesdirektor Norbert Gollinger, Rot-Kreuz-Präsident Josef Schmoll, Severin Leopold, Raiffeisen-Holding Wien-Niederösterreich, Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner, Landespolizeidirektor Konrad Kogler, Hilfswerk NÖ-Präsidentin Michaela Hinterholzer, Caritas-Direktor Hannes Zieselsberger u.v.m. über die Angebote.

Freiwilliges Engagement sind für die Bereiche Volkskultur, Museumsmanagement, Museumsdorf Niedersulz oder für die Erwachsenenbildungsorganisation BhW von großer Bedeutung. Um das Ehrenamt zukunftsfit zu machen, bieten wir entsprechende Rahmenbedingungen und Weiterbildungsangebote“, so Martin Lammerhuber, Geschäftsführer der Kultur.Region.Niederösterreich.

Interessante Infos zum freiwilligen Engagement

  • Über 600.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher verrichten ehrenamtliche Dienste.
  • Die Beweggründe für das Engagement sind vielfältig. Der Dienst am Nächsten wird als eine sinnvolle Aufgabe gesehen, die …
    • … das eigene Selbstwertgefühl stärkt.
    • … für eine bessere Gefühlsbilanz und höhere Zufriedenheit sorgt (nach OECD Untersuchung).
    • … uns glücklicher fühlen lässt (sagten 96% der Befragten, OECD Untersuchung).
    • … beim Stressabbau hilft (sagten 73% der Befragten, OECD Untersuchung).
    • … uns besser schlafen lässt (sagten 58% der Befragten, OECD Untersuchung).
    • … zu einer besseren seelischen Gesundheit verhilft.

Weitere Fotos der 2. NÖ Freiwilligenmesse gibt es auf der Website der Kultur.Region.Niederösterreich zu sehen: www.kulturregionnoe.at

Die Damen unter sich: Elisabeth Stadler, Veronika Plöckinger-Walenta, Marianne Messerer und Monika Jahn beim Federn schleiß´n.

Am Nationalfeiertag, dem 26. Oktober, war einiges los im Museumsdorf! Im Fokus standen die spätherbstlichen Bräuche in der bäuerlichen Arbeitswelt – allen voran das gesellige Federn schleiß´n. Eine Tätigkeit, die anno dazumals von den Frauen und Mädchen übernommen wurde. Diese trafen sich in der warmen Stube um gemeinsam den Flaum abzuzupfen und die Daunen von den Federkielen zu lösen und unterhielten sich mit Gesang und dem Austausch des neuesten Dorfklatschs. War ein Brautbett zu füllen, mussten sie besonders fleißig sein, denn dann waren vier Pölster und zwei Tuchenten mit den kuscheligen Daunen zu füllen. Die Damen des Dorfes Elisabeth Stadler, Marianne Messerer, Monika Jahn und Franziska Bogenstorfer zeigten den kleinen und großen BesucherInnen des Museumsdorfs die Kunst des Federn schleiß´ns. Elmar Ottet gesellte sich mit seiner Gitarre zu der gemütlichen Runde und sorgte mit seinen eingängigen Melodien und lustigen Texten für so manches Schmunzeln.

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Dem süßen Duft folgend, zog es viele BesucherInnen in den Wultendorfer Hof, wo die Bäckerei Karl Bauer und sein Team die unterschiedlichen Techniken des Striezelflechtens vorführten.

Karl Bauer zeigte das Flechten Schritt für Schritt vor.

Lukas, Peter, Leo, Anna, Paul und Lili schmeckten die selbstgeflochtenen Striezerl.

Was man Gutes aus der Nuss zaubern kann, zeigte Nussfee Edith Wohlmuth an ihrem Stand. Süße Striezel, die hochprozentige, flüssige Nuss, oder die beliebten kandierten Nüsse – sie stellt alles selbst her.

Wer das herbstliche Ambiente des Museumsdorf heuer noch genießen möchte, sollte sich beeilen. Bis inklusive 1.11.2018 geht die heurige Saison, nächstes Jahr öffnet das Weinviertler Dorf anno dazumal wieder ab 15.04.2019 seine Pforten.

Wer die neue „Kulturvermittlung“ in Händen hält, wird auch das Museumsdorf entdecken! Denn dieses ist nicht nur als familienfreundliches Museum gelistet, sondern auch prominent auf der letzten Seite der Broschüre abgebildet.

Die „Kulturvermittlung“ ist ein Informationspool für die jungen BesucherInnen der Niederösterreichischen Museen, die jährlich vom Museumsmanagement Niederösterreich herausgegeben wird. Am 18. Oktober haben es Lilly und Philip gemeinsam mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Museum Gugging präsentiert.

–> zur „Kulturvermittlung“ Broschüre

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Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Lilly (6 J.) und Philip (9 J.)
© NLK Filzwieser

Am 10. Oktober jährt sich der „Welttag des Hundes“, an dem der beste Freund des Menschen im Mittelpunkt steht. Im hundefreundlichen Museumsdorf wurde dieser Tag zum ersten Mal gefeiert.

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Zu Gast waren unter anderem die Johanniter-Unfallhilfe Hundestaffel sowie der Verein Bloodhound Austria, die eindrucksvoll das Können ihrer Hunde zur Unfallhilfe und Personensuche vorführten.

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Das Tierheim Dechanthof aus Mistelbach war ebenso vor Ort und informierte über das Wohl und den Schutz der Tiere. Im Waidendorfer Hof konnte allerhand Wissenswertes zum Hofhund anno dazumal erfahren werden.

Dechanthof Mistelbach

Dechanthof Mistelbach


Hundefreundliches Museumsdorf
Hunde sind im Museumsdorf an jedem Tag herzlich willkommen. Der beste Freund des Menschen darf unsere BesucherInnen – natürlich an der Leine – auf ihrem Spaziergang durchs Dorf und in alle zugänglichen Gebäude begleiten. Lediglich die Tiergehege mit freilaufendem Geflügel und Ziegen dürfen nur von außen besichtigt werden. An mehreren Stellen sind Wasserschüsseln zur Erfrischung aufgestellt. Und im gemütlichen Dorfwirtshaus mit regionalen und saisonalen Schmankerl bekommt der Vierbeiner meist sogar als Erster zu trinken.

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Am Sonntag, 7. Oktober wurde im Museumsdorf Niedersulz das mittlerweile schon traditionelle Drischl dresch´n (das Herausschlagen der Getreidekörner aus den Ähren) und Waz ausles´n (auch Kukuruz rebeln genannt) ausgerichtet. Die beiden Tätigkeiten zählen zu den typischen, aber auch beschwerlichen Arbeiten in der bäuerlichen Arbeitswelt.

Drischl dresch´n und Waz ausles´n

Franziska Bogenstorfer, Marianne Messerer, Museumsdorf-GF Veronika Plöckinger-Walenta, Elisabeth Stadler und Peter Huber

Die Damen kümmerten sich um den Waz: Franziska Bogenstorfer, Marianne Messerer, Elisabeth Stadler und Monika Jahn waren fleißig am Waz ausles´n. Auch die BesucherInnen, allen voran die Kinder, versuchten sich gerne daran.

 

Peter Huber erklärte erstmals das „Drischl dresch´n“ und zeigte es mit der Unterstützung der kräftigen Burschen der Landjugend Zistersdorf – Stefan Dalba und Michael Strasser – vor.

Zahlreiche regionale Kunsthandwerker und Direktvermarkter präsentierten zudem in der herbstlichen Kulisse des Dorfplatzes ihre vielfältigen Produkte.

 

Geselchtes und Geräuchertes“ wurde nebst Wein und Sturm vom in Niedersulz ansässigen Winzerhof Wiesinger angeboten.

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Die Mädels der Landjugend Zistersdorf kredenzten „Kaffee und Kuchen“.

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Lokale Weine gab es in der Museumsvinothek zu kosten.

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Im Dorfwirtshaus herrschte gute Stimmung bei schwungvoller Stubenmusik von „Ostrong Musi“, „Brunner Tanzlmusi“ und dem „Kletzmer Trio“.

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