Großer Andrang herrschte am Sonntag, 11. November 2018 bei der 2. Niederösterreichischen Freiwilligenmesse im Landhaus St. Pölten! Das Besucherinteresse war riesengroß und zahlreiche Interessierte nutzten die Gelegenheit, um sich über die vielfältigen Angebote im Bereich der ehrenamtlichen Arbeit zu informieren. Unter den 60 Ausstellern war auch wir – das Museumsdorf Niedersulz – um Erfahrungen auszutauschen und die Besucherinnen und Besucher über die ehrenamtlichen Tätigkeiten im Museumsdorf zu informieren.
Die Geschäftsführer Veronika Plöckinger-Walenta und Mag. Manfred Mandl sowie Peter Huber vom Freundesverein betreuten den Stand des Museumsdorfs.

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Manfred Mandl, Veronika Plöckinger-Walenta, Peter Huber
© Museumsmanagement Niederösterreich

Dazu gab es ein breites Rahmenprogramm zu erleben: Fachvorträge, ein offenes Singen der Volkskultur, den Tag der offenen Tür der Landeshauptfrau oder man machte einen Streifzug durch das Museum Niederösterreich, das Landesarchiv Niederösterreich oder dem ORF NÖ sowie dem Klangturm. Kulinarisch stärken konnte man sich bei den „So schmeckt Niederösterreich“-Schmankerlständen, wo die Besucherinnen und Besucher bestens verköstigt wurden.

Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner:
Das große Interesse an der Freiwilligenarbeit zeigt, dass Menschen bereit sind Verantwortung zu übernehmen und Solidarität in unserer Gesellschaft ein wichtiger Wert ist. Mein großer Dank gilt den vielen Ehrenamtlichen, die durch ihren persönlichen Einsatz einen unverzichtbaren Beitrag für das Gemeinwohl leisten.

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© Franz Gleiß

Unter den zahlreichen Besucherinnen und Besuchern informierten sich neben Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner auch Bundesministerin Beate Hartinger-Klein, Diözesanbischof Alois Schwarz, Landesrätin Christiane Teschl-Hofmeister, Landesrat Ludwig Schleritzko, Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig, NV-Vorstandsdirektor Bernhard Lackner, ORF Landesdirektor Norbert Gollinger, Rot-Kreuz-Präsident Josef Schmoll, Severin Leopold, Raiffeisen-Holding Wien-Niederösterreich, Landesfeuerwehrkommandant Dietmar Fahrafellner, Landespolizeidirektor Konrad Kogler, Hilfswerk NÖ-Präsidentin Michaela Hinterholzer, Caritas-Direktor Hannes Zieselsberger u.v.m. über die Angebote.

Freiwilliges Engagement sind für die Bereiche Volkskultur, Museumsmanagement, Museumsdorf Niedersulz oder für die Erwachsenenbildungsorganisation BhW von großer Bedeutung. Um das Ehrenamt zukunftsfit zu machen, bieten wir entsprechende Rahmenbedingungen und Weiterbildungsangebote“, so Martin Lammerhuber, Geschäftsführer der Kultur.Region.Niederösterreich.

Interessante Infos zum freiwilligen Engagement

  • Über 600.000 Niederösterreicherinnen und Niederösterreicher verrichten ehrenamtliche Dienste.
  • Die Beweggründe für das Engagement sind vielfältig. Der Dienst am Nächsten wird als eine sinnvolle Aufgabe gesehen, die …
    • … das eigene Selbstwertgefühl stärkt.
    • … für eine bessere Gefühlsbilanz und höhere Zufriedenheit sorgt (nach OECD Untersuchung).
    • … uns glücklicher fühlen lässt (sagten 96% der Befragten, OECD Untersuchung).
    • … beim Stressabbau hilft (sagten 73% der Befragten, OECD Untersuchung).
    • … uns besser schlafen lässt (sagten 58% der Befragten, OECD Untersuchung).
    • … zu einer besseren seelischen Gesundheit verhilft.

Weitere Fotos der 2. NÖ Freiwilligenmesse gibt es auf der Website der Kultur.Region.Niederösterreich zu sehen: www.kulturregionnoe.at

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Die Damen unter sich: Elisabeth Stadler, Veronika Plöckinger-Walenta, Marianne Messerer und Monika Jahn beim Federn schleiß´n.

Am Nationalfeiertag, dem 26. Oktober, war einiges los im Museumsdorf! Im Fokus standen die spätherbstlichen Bräuche in der bäuerlichen Arbeitswelt – allen voran das gesellige Federn schleiß´n. Eine Tätigkeit, die anno dazumals von den Frauen und Mädchen übernommen wurde. Diese trafen sich in der warmen Stube um gemeinsam den Flaum abzuzupfen und die Daunen von den Federkielen zu lösen und unterhielten sich mit Gesang und dem Austausch des neuesten Dorfklatschs. War ein Brautbett zu füllen, mussten sie besonders fleißig sein, denn dann waren vier Pölster und zwei Tuchenten mit den kuscheligen Daunen zu füllen. Die Damen des Dorfes Elisabeth Stadler, Marianne Messerer, Monika Jahn und Franziska Bogenstorfer zeigten den kleinen und großen BesucherInnen des Museumsdorfs die Kunst des Federn schleiß´ns. Elmar Ottet gesellte sich mit seiner Gitarre zu der gemütlichen Runde und sorgte mit seinen eingängigen Melodien und lustigen Texten für so manches Schmunzeln.

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Dem süßen Duft folgend, zog es viele BesucherInnen in den Wultendorfer Hof, wo die Bäckerei Karl Bauer und sein Team die unterschiedlichen Techniken des Striezelflechtens vorführten.

Karl Bauer zeigte das Flechten Schritt für Schritt vor.

Lukas, Peter, Leo, Anna, Paul und Lili schmeckten die selbstgeflochtenen Striezerl.

Was man Gutes aus der Nuss zaubern kann, zeigte Nussfee Edith Wohlmuth an ihrem Stand. Süße Striezel, die hochprozentige, flüssige Nuss, oder die beliebten kandierten Nüsse – sie stellt alles selbst her.

Wer das herbstliche Ambiente des Museumsdorf heuer noch genießen möchte, sollte sich beeilen. Bis inklusive 1.11.2018 geht die heurige Saison, nächstes Jahr öffnet das Weinviertler Dorf anno dazumal wieder ab 15.04.2019 seine Pforten.

Wer die neue „Kulturvermittlung“ in Händen hält, wird auch das Museumsdorf entdecken! Denn dieses ist nicht nur als familienfreundliches Museum gelistet, sondern auch prominent auf der letzten Seite der Broschüre abgebildet.

Die „Kulturvermittlung“ ist ein Informationspool für die jungen BesucherInnen der Niederösterreichischen Museen, die jährlich vom Museumsmanagement Niederösterreich herausgegeben wird. Am 18. Oktober haben es Lilly und Philip gemeinsam mit Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner im Museum Gugging präsentiert.

–> zur „Kulturvermittlung“ Broschüre

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Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit Lilly (6 J.) und Philip (9 J.)
© NLK Filzwieser

Am 10. Oktober jährt sich der „Welttag des Hundes“, an dem der beste Freund des Menschen im Mittelpunkt steht. Im hundefreundlichen Museumsdorf wurde dieser Tag zum ersten Mal gefeiert.

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Zu Gast waren unter anderem die Johanniter-Unfallhilfe Hundestaffel sowie der Verein Bloodhound Austria, die eindrucksvoll das Können ihrer Hunde zur Unfallhilfe und Personensuche vorführten.

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Das Tierheim Dechanthof aus Mistelbach war ebenso vor Ort und informierte über das Wohl und den Schutz der Tiere. Im Waidendorfer Hof konnte allerhand Wissenswertes zum Hofhund anno dazumal erfahren werden.

Dechanthof Mistelbach

Dechanthof Mistelbach


Hundefreundliches Museumsdorf
Hunde sind im Museumsdorf an jedem Tag herzlich willkommen. Der beste Freund des Menschen darf unsere BesucherInnen – natürlich an der Leine – auf ihrem Spaziergang durchs Dorf und in alle zugänglichen Gebäude begleiten. Lediglich die Tiergehege mit freilaufendem Geflügel und Ziegen dürfen nur von außen besichtigt werden. An mehreren Stellen sind Wasserschüsseln zur Erfrischung aufgestellt. Und im gemütlichen Dorfwirtshaus mit regionalen und saisonalen Schmankerl bekommt der Vierbeiner meist sogar als Erster zu trinken.

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Am Sonntag, 7. Oktober wurde im Museumsdorf Niedersulz das mittlerweile schon traditionelle Drischl dresch´n (das Herausschlagen der Getreidekörner aus den Ähren) und Waz ausles´n (auch Kukuruz rebeln genannt) ausgerichtet. Die beiden Tätigkeiten zählen zu den typischen, aber auch beschwerlichen Arbeiten in der bäuerlichen Arbeitswelt.

Drischl dresch´n und Waz ausles´n

Franziska Bogenstorfer, Marianne Messerer, Museumsdorf-GF Veronika Plöckinger-Walenta, Elisabeth Stadler und Peter Huber

Die Damen kümmerten sich um den Waz: Franziska Bogenstorfer, Marianne Messerer, Elisabeth Stadler und Monika Jahn waren fleißig am Waz ausles´n. Auch die BesucherInnen, allen voran die Kinder, versuchten sich gerne daran.

 

Peter Huber erklärte erstmals das „Drischl dresch´n“ und zeigte es mit der Unterstützung der kräftigen Burschen der Landjugend Zistersdorf – Stefan Dalba und Michael Strasser – vor.

Zahlreiche regionale Kunsthandwerker und Direktvermarkter präsentierten zudem in der herbstlichen Kulisse des Dorfplatzes ihre vielfältigen Produkte.

 

Geselchtes und Geräuchertes“ wurde nebst Wein und Sturm vom in Niedersulz ansässigen Winzerhof Wiesinger angeboten.

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Die Mädels der Landjugend Zistersdorf kredenzten „Kaffee und Kuchen“.

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Lokale Weine gab es in der Museumsvinothek zu kosten.

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Im Dorfwirtshaus herrschte gute Stimmung bei schwungvoller Stubenmusik von „Ostrong Musi“, „Brunner Tanzlmusi“ und dem „Kletzmer Trio“.

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Eggen, mähen, Holz aufladen – das alles konnte anno dazumal mit Hilfe der Rösser bewältigt werden. Am Tag der Pferdekraft am 29. September 2018 im Museumsdorf Niedersulz konnten diese und viele weitere Arbeiten sowie Wissenswertes zum Pferd und seiner Rolle im bäuerlichen Alltag erfahren werden.

Gezeigt wurden zahlreiche Darbietungen wie das Melken einer Haflingerstute, das Beschlagen eines Pferdes, Feldarbeit, Mähen und Weingartenbodenbearbeitung anno dazumal, Holz aufladen und Vorführungen in der Schmiede, Wagnerei und Sattlerei.

 

Die Dipl. Tierärztin Eva Müller gab einen interessanten Überblick über die „Kulturgeschichte des Pferdes“ und zum Thema „Kind und Pferd“. So ist es mittlerweile mehr als 4.000 Jahre her, dass das Wildpferd domestiziert und so im Verlauf der Zeit zu einem unentbehrlichen Begleiter des Menschen in den unterschiedlichsten Lebensbereichen wurde. Für landwirtschaftliche Dienste wird das Pferd seit zirka 1000 Jahren eingesetzt.

Beliebt war bei den Kindern auch das Steckenpferd Basteln, das anschließend zum vergnügten Spielen einlud.

Insgesamt waren rund 12 Noriker und Haflinger, 3 Ponys und erstmals auch je ein Lama und Alpaka am Tag der Pferdekraft im Museumsdorf zu Besuch.

Herzlichen Dank an alle Beteiligten, die die Pferdekraft wieder zu einer gelungenen Veranstaltung gemacht haben! 

Die nächste tierische Veranstaltung im Museumsdorf findet am Mittwoch, 10. Oktober, 13-17 Uhr mit dem „Tag des Hundes“ statt, an dem sich das Programm erstmals um den besten Freund des Menschen dreht.

Fotos: © Roman Jandl für das Museumsdorf

 

Am ersten Feriensonntag, dem 1. Juli 2018, fand im Museumsdorf Niedersulz der traditionelle Kinderalltag anno dazumal statt.

 

Wie sah der Kinderalltag zu Urgroßmutter´s Zeiten eigentlich aus?

Früher blieb den Kindern nur wenig Zeit zum Spielen, denn neben der Schule war der Kinderalltag oft von der Mitarbeit in Haus und Hof geprägt.

Kinder waren in früherer Zeit wichtige und unverzichtbare „Arbeitskräfte“, die vor allem einfache Hilfstätigkeiten am Feld oder am Hof ausführten, wie Hof zusammenkehren, Stroh vom Dachboden holen, Stall ausmisten, Eier abnehmen, Unkraut jäten, Gänse hüten u.v.m.

 

Beim „Kinderalltag anno dazumal“ können an insgesamt 6 Stationen quer durch das Museumsdorf diese Kindertätigkeiten von einst entdeckt und auch ausprobiert werden.

Bei der Lehmbaustelle können Lehmziegel „geschlagen“ werden, im Bürgermeisterhaus kann Wäsche gewaschen werden, in der alten Schule findet ein Schulunterricht wie früher statt, Butter wird „gestampft“ oder am Melksimulator werden Kühe gemolken.

 

 

Am Lebenden Bauernhof des Museumsdorfes erfährt man über Haustierrassen wie Schweine, Ziegen, Esel, Hasen, Gänse und Hühner Wissenswertes & Interessantes, aber auch über die Arbeit am Bauernhof.

 

Happy Birthday, Betty Bernstein!

Um 15.00 Uhr fand die 15. Geburtstagsfeier von Betty Bernstein mit Familienlandesrätin Mag. Christiane Teschl-Hofmeister, in Vertretung von Landeshauptfrau Mag. Johanna Mikl-Leitner, am Dorfplatz des Museumsdorfes statt!

Es wurden musikalische Auszüge aus dem Musical „Betty Bernstein“ mit Mag. Alexander Blach-Marius vorgeführt, der 150.000ste Besucher von History 4U begrüßt und auch die Geburtstagstorte von Betty Bernstein angeschnitten.

 

Seit 15 Jahren bietet Betty Bernstein Spiel und Spaß bei über 30 Ausflugszielen im Weinviertel und sorgt für interaktive Kulturvermittlung. Betty ist eine abenteuerlustige kleine Dame, die dank ihres Bernsteins durch die Zeit reisen kann. Dabei erleben Kinder, gemeinsam mit ihren Eltern, und mit Betty Bernstein von April bis Oktober viele spannende Abenteuer, wie zum Beispiel eine Fahrt auf der Fahrraddraisine, eine Schatzsuche und vieles mehr.

Die aktuelle Schatzkarte mit allen Terminen und Angeboten für 2018 steht auf www.betty-bernstein.at zum Download bereit und liegt bei allen Ausflugszielen auf bzw. kann bei Weinviertel Tourismus angefordert werden.